Brüder an Brüder

Schönheitswahn & Körperkult

Für diejenigen, die unsere Inhalte regelmäßig verfolgen, dürfte die Überschrift vielleicht bekannt vorkommen. Denn in unserem Artikel über “Das Gift der Gesellschaft” sind wir ausführlich auf dieses Thema eingegangen, u.a. im Block: “Schönheitswahn & Körperkult – Die am weitesten verbreitete Religion der Welt”.

Wer den Artikel als auch die kürzere Version im Doku-Format nicht kennt, dem empfehlen wir, sich beides anzusehen. Das Wort “empfehlen” ist hier in diesem speziellen Fall aber etwas zu schwach, denn das Thema ist dafür einfach zu wichtig. Wir legen es euch daher wärmstens ans Herz. Erst recht, wenn dich das Thema sowieso beschäftigt. Aber auch wenn es dich persönlich vielleicht nicht so interessiert, wird es dir nicht schaden, sondern dabei helfen, deinen Nächsten besser zu verstehen, denn mehr Menschen als du denkst, sind von diesem “Wahn und Kult” betroffen.

Ein Bruder aus unserer Gemeinschaft meinte vor einiger Zeit zu dem Video: “Na ja, als ich den Titel gesehen habe, dachte ich mir, dass das völlig überzogen ist.”. Dieser Eindruck hatte sich auch nach dem Anschauen des Videos nicht großartig geändert. Dann aber, nachdem er für das Thema sensibilisiert wurde, sagte er nach ein paar Jahren: “Jetzt verstehe und erkenne ich immer mehr, wie groß dieses Gift wirklich ist.”

Doku-Version: Link 
Normale Version: Link

Zurück zu “von Brüdern an Brüder”, also zurück zu dem, was wir hier quasi “unter uns Männern” zu diesem Thema sagen können.

Offensichtlich ist es so, dass immer mehr Menschen ins Fitnessstudio gehen. Da es aber beim Fitnessstudio in den allermeisten Fällen weniger um die Fitness geht, sollte man sich als gläubiger Mann die Frage stellen: “Warum mache ich das eigentlich, was ich da mache? Was ist mein Fokus?”

Hierzu könnte man sich (um die Wichtigkeit der Selbsterkenntnis aus dem dritten Teil auch hier anzuwenden) beispielsweise noch folgende Fragen stellen: 

  • Ist meine Gesundheit das primäre Ziel meines Trainings?
  • Wenn es das ist, dehne ich mich zum Beispiel auch genauso regelmäßig wie ich Gewichte stemme?
    Mache ich genauso auch Ausdauersportarten? Und wenn ich welche mache, mache ich sie eher, um besser auszusehen oder eher um mein Herz-Kreislauf-System zu stärken?
  • Wenn ich mich wenig stretche und wenig Ausdauer mache, kann es dann sein, dass die Formung meines Körpers das eigentliche Ziel meines Trainings ist? Also, dass es mir mehr um Optik geht als um Gesundheit?
  • Wenn ich auf meine Ernährung achte, habe ich da im Hinterkopf, dass ich dadurch eher dem “Idealbild” entspreche?
  • Erwische ich mich zum Beispiel dabei, wie ich mein Training anderen so darstelle, als gehe es mir gar nicht um die Formung meines Körpers, sondern mehr um Gesundheit, Fitness und dergleichen? Also Züge des Selbstbetrugs habe?
  • Wie wichtig ist mir generell mein Äußeres? Kleidung wie Körper!? Beschäftigt mich mein Aussehen? Wenn ja, wie stark?
  • Und ganz besonders wichtig und aufschlussreich:
    Wie viel Zeit investiere ich in mein Äußeres und ins Training im Vergleich zu Dingen des Glaubens?

Diese und ähnliche Fragen können einem helfen, sich selbst besser zu verstehen. Denn auch hier ist Selbsterkenntnis der Schlüssel. Das heißt, wenn du all das hauptsächlich wegen der Formung deines Körpers machst, dann ist es wichtig, dass du das an dir erkennst und v.a. dir selbst gegenüber dann auch eingestehst. Man könnte auch hier, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, sagen: “Sei ein Mann und steh dann wenigstens auch dazu, dass du oberflächlich bist!”
Was dann natürlich nicht heißt, dass man all das unverändert weitermachen kann, nur weil man es sich eingestanden hat. Das Eingeständnis ist lediglich das Ergebnis aus Selbstprüfung und Selbsterkenntnis, die ja dann schlussendlich zur Selbstveränderung führen soll!

Auch hier kann man also denselben Vers wie aus dem letzten Block zum Abschluss nehmen, wobei wir hier nicht unseren Kleidungsstil prüfen, sondern den Stellenwert, den wir dem Aussehen unseres Körpers geben:

Röm 12,2 Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.