3Mo 1,1-5,26 – Die Sache mit den Opfern

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Schalom ihr Lieben,

die heutige Folge möchten wir mit einem Zitat aus unserer “Torah für Erwachsene”-Reihe (also aus der Mt 5,19-Serie) beginnen. Es lautet:

“Diese und alle Portionen bis zum Ende des dritten Buches Mose könnte man eigentlich auch “Der mini Garten Eden Teil 5-11” nennen. Denn nachdem am Ende des zweiten Buches Mose alle Gegenstände, der gesamte Aufbau, die Priester usw. beschrieben wurden, folgt nun im dritten Buch die detaillierte Beschreibung darüber,

  • was mit diesen Gegenständen zu tun ist,
  • wie die Priester eingeweiht werden,
  • wie ein richtiger und wie ein falscher Priesterdienst aussieht,
  • wie wir uns vor Gott heiligen müssen,
  • welche Feste, die Feste Gottes sind usw. usf.

Alle diese und mehr Dinge erwarten uns im dritten Buch Mose. Daher versteht diesen dritten Teil der Torah als eine Art “Einschub in der Geschichte”. Oder anders ausgedrückt: Die Geschichte Gottes mit seinen Kindern hat im ersten Buch Mose angefangen und ging dann im zweiten Buch bis zu den Erklärungen zum Zelt Gottes weiter. Hier im dritten Buch kommt sozusagen eine Pause mit zusätzlichen Erklärungen zum Zelt, weiteren Geboten, den Festen Gottes usw. Danach im vierten Buch Mose wird die Geschichte der Kinder Israel wieder fortgesetzt und geht dann bis zum Ende der Bibel weiter.

Heute sind aber erst einmal die Opfer dran.

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Zu ihnen habt ihr sicherlich viele Fragen, wie zum Beispiel:

  • Warum überhaupt Opfer?
  • Warum will Gott, dass Tiere für uns sterben?
  • Hat das Opfern der Tiere wirklich Sünden vergeben? Usw.

Diese und andere ähnliche Fragen möchten wir uns gleich zusammen mit euch anschauen. Es geht heute also nicht um das technische Wissen rundum die Opfer, sondern hauptsächlich darum, dass ihr den eigentlichen Grund für die Opfer erkennt. Denn wir müssen alle verstehen – sowohl ihr als auch wir Erwachsene – warum sie Gott geboten hat und warum sie gut sind. Denn ihr habt ja bisher schon mehrfach gesehen und gelernt: Jedes Gebot, das unser himmlischer Vater uns gibt, ist heilig, gerecht und gut.

Römer 7,12 Es bleibt also dabei: Das Gesetz ist heilig und die Gebote sind heilig, gerecht und gut.

… und so sind natürlich auch seine Gebote zu den Opfern heilig, gerecht und gut. Wenn wir aber bei diesem oder jenem Gebot denken, dass es irgendwie “schlecht” sei, dann werden wir auch den Sinn dahinter nicht verstehen. Das gilt ganz besonders für seine Opfer. Denn wenn wir dabei immer nur das Blutvergießen vor Augen haben, dann werden wir bildhaft gesprochen alles nur verschwommen sehen. Und dadurch werden wir dann blind für seine Liebe und Erziehung durch die Opfer sein.

Daher ist es, sowohl bei den Opfern als auch bei allen anderen Themen des Gesetzes, wichtig:
Keines seiner göttlichen Gebote ist schlecht für uns, sodass wir oder sonst wer sie abschaffen oder verändern müsste. Stattdessen müssen wir uns danach ausstrecken, sie zu verstehen.

Und, ganz besonders wichtig: Wir dürfen nichts abschaffen, denn das wäre Sünde:

5. Mose 4,2 Den Worten, die ich euch gebiete, dürft ihr nichts hinzufügen, auch nichts davon wegnehmen; vielmehr habt ihr die Gebote des ALLMÄCHTIGEN, eures Gottes, die ich euch gebe, zu beachten.

Und dieses Gebot aus 5. Mose ist gültig – wie all die anderen Gebote im Gesetz auch – bis Himmel und Erde vergangen sind. So lauten nicht unsere, sondern die klaren und unmissverständlichen Worte des Sohnes Gottes dazu:

Matthäus 5,18-19 Wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel …

Ihr seht: Nichts ist und nichts wird abgeschafft. Weder von uns, noch vom Sohn Gottes, noch von Gott selbst bis Himmel und Erde vergangen sind. Warum sollte auch etwas abgeschafft werden, denn …

Psalm 19,8 Das Gesetz des ALLMÄCHTIGEN ist vollkommen! …

Das heißt: Gottes Gesetz ist perfekt. Es ist perfekt auf uns und unsere Schwächen  abgestimmt. Unser himmlischer Vater möchte uns durch sein Gesetz und die Gebote darin helfen, uns zu verändern und ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Und daher gilt:

Alle seine Gebote sind ein Ausdruck seiner väterlichen Liebe für uns.

Auch die Opfer! Sie dienen zu unserem Besten. Wie das sein kann, das wollen wir uns jetzt mal ein wenig genauer anschauen …