2Mo 25,1-27,19 – Der mini Garten Eden – Teil 1

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Schalom ihr Lieben,

ihr habt ja bestimmt die Portion für diese Woche schon gelesen. Wir würden uns nicht wundern, wenn ihr euch nach all den spannenden geschichtlichen Ereignissen jetzt ein wenig durch den heutigen Text kämpfen musstet und euch vielleicht gefragt habt: “Warum hat Gott für ein Zelt so einen genauen Bauplan schreiben lassen?”

Ja, es ist tatsächlich so, dass die heutige Portion sich eher wie eine Aufbauanleitung liest, die man sonst von Möbeln oder so kennt. Daher können wir euch da auch sehr gut verstehen, wenn ihr solche Stellen am liebsten überspringen würdet. Aber damit würdet ihr auch etwas überspringen, was unserem Gott sehr wichtig ist. Denn er redet bis zum Ende des zweiten Buches Mose fast nur noch über sein Zelt, das er auch “seine Wohnung auf Erden” nennt.

Ihr dürft beim Lesen von für euch vielleicht “langweiligen” Stellen eines nie vergessen: Nichts in seiner heiligen Torah steht zufällig da! Alles hat einen Sinn und Zweck. Und so haben natürlich auch die vielen Kapitel über sein Zelt seinen Sinn und Zweck. Man könnte auch vereinfacht sagen: Sein Zelt ist unserem himmlischen Vater total wichtig. Und daher sollte es auch für uns wichtig sein.

Damit auch ihr diese Wichtigkeit besser begreifen könnt, werden wir in diesem und in den nächsten drei Folgen ausführlich, aber leicht verständlich für euch darüber reden. Hier ein kleiner Überblick darüber, was ungefähr in den folgenden Teilen drankommen wird:

Teil 1 (also dieser Teil hier) wird sich hauptsächlich mit den Grundlagen zum Zelt beschäftigen.

Im 2. Teil werden wir uns die Gegenstände und die Priester ansehen.

Teil 3 wird unser Forschen im Zelt unterbrechen und auf die große Sünde und die noch größere Fürbitte des Mose eingehen.

Im 4. und letzten Teil werden wir dann komplett durch das ganze Zelt gehen und euch dabei zeigen, wie ihr alle diese Dinge ganz praktisch in eurem Leben nutzen könnt.

Wir möchten euch schon einmal vorab neugierig darauf machen, indem wir euch eines verraten: Unser himmlischer Vater ist so unbeschreiblich genial, dass er in all den Gegenständen, in all den Vorgängen, in all den vielen, vielen Details rund um sein Zelt wahre Schätze für uns versteckt hat. Denn …

5. Mose 29,28 Was verborgen ist, das steht bei dem ALLMÄCHTIGEN, unserem Gott; was aber geoffenbart ist, das ist ewiglich für uns und unsere Kinder bestimmt, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.

Man könnte zu diesem Vers auch sagen: Natürlich gibt es Dinge, die wir nicht verstehen können. Aber es gibt auch Dinge, die wir verstehen dürfen und sollen. Wie zum Beispiel das, was Gott seinen Kindern über sein Zelt geoffenbart hat. Das ist ewiglich für uns und unsere Kinder bestimmt, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.

Aber damit wir das von Gott Geoffenbarte überhaupt erst erkennen können, dürfen wir den heiligen Text dazu nicht wie eine langweilige Aufbauanleitung lesen, sondern wir müssen die zuvor erwähnten Schätze darin, wie ein Schatzsucher suchen. Dann werden wir durch Gottes Hilfe sein Zelt auch nach und nach besser verstehen und ganz praktisch auf unser Leben anwenden.

Bei dieser Suche möchten wir euch helfen und euch zeigen, dass all die noch folgenden Kapitel total spannend sein können. In anderen Worten: Wir möchten euch dabei helfen, Torah-Schatzsucher im Zelt Gottes zu werden und seine Gebote dazu besser zu verstehen. Ganz nach diesem Spruch:

Sprüche 2,1-4 Mein Kind, achte auf meine Worte und behalte meine Gebote im Gedächtnis. Höre auf die Weisheit und versuche, sie mit dem Herzen zu verstehen. Bitte um Verstand und Einsicht, und suche sie, wie du nach Silber suchen oder nach verborgenen Schätzen forschen würdest.

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Und? Habt ihr Lust bekommen, ein paar Schätze aus der Heiligen Schrift zu erforschen? Na dann Schatzsucher, lasst uns mal loslegen …