Eine dringende Bitte zum Schluss: Brüder, redet miteinander!
Wir hatten die Wichtigkeit dieses Punktes bereits ganz kurz im ersten Teil im Block mit der Überschrift: Reden, reden, reden … nicht mit anderen über andere, sondern direkt mit der Person selbst!
Denn oft ist es so, dass man das nicht macht. Stattdessen redet man in der Abwesenheit der Person über dieses, jenes, welches, was die Person betrifft. Diese traurige Tatsache ist so etwas wie ein allumfassendes Krebsgeschwür, das man in allen Gruppierungen antrifft, wo Menschen in irgendeiner Art und Weise miteinander zu tun haben: sei es in Familien, auf der Arbeit, in der Schule, im Verein, im Freundeskreis, wo auch immer. Überall ist dieses Phänomen wiederzufinden: Man redet mit anderen, anstatt mit der Person selbst.
Und so ist es leider auch in Gemeinschaften. Und so leider auch unter Brüdern.

Unser Vater will aber,
dass seine Söhne das anders handhaben!
Daher müssen wir umgehend damit aufhören und miteinander reden und aufeinander zugehen. Denn mit einem offenen, ehrlichen Austausch in Sanftmut, Demut, Langmut und brüderlicher Liebe lassen sich nahezu alle Probleme lösen. Erst recht, wenn alle Beteiligten das Gebet unseres Herrn, “eins zu sein”, tief in ihren Herzen tragen und gemeinsam seine Bitte erfüllen wollen!
Wenn wir das nicht tun, also “nicht eins zu eins mit unserem Bruder und die offenen Dinge zu klären”, dann hat das oft den Hintergrund, dass man entweder zu feige ist und daher dem Gespräch aus dem Weg geht oder sich sagt, dass der Bruder auf eine bestimmte Weise reagieren wird und man deswegen keine Lust auf ein derart anstrengendes Gespräch hat. Was es am Ende auch immer sein mag, wenn wir nicht mit unserem Bruder reden, dann sind wir zu feige oder zu bequem; oder wir betrügen uns selbst mit irgendeiner Ausrede. Oder alles auf einmal trifft zu. Meist ist Letzteres der Fall.
Und das sagen wir nicht anklagend, sondern wir reden aus eigener Erfahrung. Wir haben diesen Fehler mehr als einmal gemacht. Es gilt aber:
Hebr 10,38 »Der Gerechte aber wird aus Glauben leben«; doch: »Wenn er feige zurückweicht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben«.
…
Es ist unsere Pflicht, es ist ein Akt der Bruderliebe und ein Zeichen von Mannesreife, wenn wir diese herausfordernden Dinge zwischen uns Brüdern so angehen, wie unser Vater das von seinen Söhnen sehen will. Und er will, dass wir die Dinge direkt und unmittelbar miteinander klären!
Wenn wir das alles aber mehr oder weniger so machen, wie es die Welt macht, dann wird das sehr schwer mit der Mannesreife und dem “eins sein” unter uns!
Hast du also etwas mit deinem Bruder zu klären, dann gehe wie gesagt direkt zu ihm hin, bevor du mit irgendeinem anderen darüber redest! Den Einzigen, den du vorher kontaktieren kannst, ist Gott. Da kannst du für ein friedliches und segensreiches Gespräch bitten, dafür bitten, dass du die richtigen Worte findest, den Mut für das Gespräch aufbringst und dass dein Bruder beim Gespräch ein offenes Ohr und ein offenes Herz hat. Und natürlich kannst du dafür bitten, dass das brüderliche Band der Liebe zwischen euch nach dem Gespräch fester sein wird als es vorher war. So ist es geistlich und so handelt man in männlicher und geistlicher Reife. Und genau so ist es unserem Vater wohlgefällig! In kurz:

Wir müssen immer mehr miteinander reden.
So werden wir dann auch immer mehr
wahre Brüderlichkeit lernen!
Natürlich braucht das alles gegenseitiges Vertrauen, das immer mehr wachsen muss. Aber wiederum andere Dinge brauchen einfach nur Mut und eben Mannesreife.
Kol 3,12-15 So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar!
… dankbar für einen jeden Bruder, mit dem wir “eins sein” dürfen!
Joh 17,20-23 Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.
Amen.
