Begriffserklärung

1Mo 1,1 Gott

Hebräisch אלהים “Elohim”, die Mehrzahl-Form von אלוהּ “Eloah”, wobei jedoch in deutschen Ausgaben beide Formen mit “Gott” übersetzt werden; Ein Beispiel hierfür wäre der erste Vers der Bibel:
Im Anfang schuf “Götter” (Elohim) die Himmel und die Erde.

Das hebräische “Elohim” ist ein beschreibender Titel, der etwas über eine Viel- bzw. Allmacht aussagt. Das deutsche Wort “Gott” hingegen beschreibt nichts.

Generelle Randnotiz für alle folgenden Einträge:
Zum besseren Verständnis für den Unterschied zwischen der Hebräischen, von Gott inspirierten “Denkweise” und der weltlichen, von Menschen gelenkten:
Die hebräische Sprache ist in seinem Wortschatz auf Verben aufgebaut, d.h. viele Nomen stammen unmittelbar von Verben ab (gleich folgt ein Beispiel dazu). Somit ist sie allein durch diese Verbindung eine Sprache, die sich mehr auf Taten als auf Gedanken, Gefühle oder sonst etwas dergleichen aufbaut, wie es z.B. unsere Sprachen tun.

Ein anschauliches Beispiel aus unserer Sprache wäre: “Barhocker” (stellvertretend für die hebräische Denkweise) und “Stuhl” (stellvertretend für die weltliche). Bei dem Barhocker kann man seine primären Eigenschaften und den Zweck vom Wort an sich ableiten (= man sitzt/hockt auf etwas und das an einer Bar), wohingegen beim Stuhl, ausgehend von dem Wort, man nichts ableiten oder verstehen kann. Es ist ein ungreifbares Wort, was keinerlei Bezug zu etwas hat; schon gar nicht zu einer Aktion, die wir tun können.

Die meisten Wörter in unserer Sprache sind wie der Stuhl – von ihnen lässt sich kein Verb ableiten. Diese Art und Weise dieses Aufbaus unserer Sprachen greift regelrecht um sich und ist so fest in uns verankert, dass es unser komplettes Denken beeinflusst. Zum Beispiel: Wir neigen durch diese Beeinflussung dazu, Wörter auf diese Weise zu beschreiben. Wie ist das gemeint? Auch hierzu ein Beispiel: Der Becher.
Die weltliche Denkweise würde diesen Becher wie folgt beschreiben: “Er ist so groß, hat einen Griff, es passt so viel rein, ist meist aus Porzellan” usw.
Die hebräische Denke wäre: “Man kann damit -trinken-.”

Diese fast schon gegensätzlichen Denkweisen (weltlich: beschreibend-fiktiv, hebräisch: auf Taten gerichtet) spiegeln sich auch unserem Glaubensleben wider. Die weltliche Art des Glaubens ist ungreifbar. Sie findet mehr im sog. Herzen und im Kopf statt. Die hebräische und somit göttliche ist auf Taten fokussiert.
Hierzu zum Abschluss für diese Randnotiz eine Paradestelle, die dieses Verständnis veranschaulicht: Jak 2,14-26
(Wir empfehlen, diesen Abschnitt an dieser Stelle zu lesen, da es perfekt zu diesem kleinen Exkurs passt und sehr wichtig für unser aller generelles biblisches Verständnis ist).

So ähnlich verhält es sich mit aussagekräftigen “Elohim” im Vergleich zum fiktiven Wort “Gott”.

“Elohim” wird nicht exklusiv für Gott, den Vater verwendet, sondern auch für

  • falsche Gottheiten/Götzen (z.B. 1Sam 5,7),
  • himmlische Wesen, wie z.B. Boten/Engel (z.B. Ps 82,1),
  • für unseren Messias (z.B. Ps 45,7-8, Joh 1,1)
  • und auch für Menschen, wie z.B. für Richter (z.B. 2Mo 21,6)
  • oder auch für die, an die das Wort erging (z.B. Joh 10,34-35).

Daher kann man abschließend sagen, dass der Gott der Bibel der Gott aller Götter ist:
Ps 136,2 Preist den Gott der Götter! …
(hebr.: “Elohim” der “Elohim”)

Wir sehen eindeutig, dass “Gott”, wie wir es verstehen und gelernt haben, nicht deckungsgleich mit dem hebräischen Verständnis von Elohim ist.

1Mo 1,1 Himmel
Im Hebräischen steht das Wort Himmel (שׁמים “schamajim”) immer im Plural. Es bezeichnet den Lufthimmel über der Erde, in der die Vögel fliegen (z.B. 5Mo 4,17), den sichtbaren Himmel mit Sonne, Mond und Sternen (z.B. 5Mo 4,19), als auch den unsichtbaren Himmel als Thronsitz Gottes (z.B. Ps 11,4).

Anmerkung: Nach dem Tod oder am Ende aller Zeiten kommen die Gläubigen nicht in den “Himmel”, wie so oft gelehrt, sondern der “Himmel” kommt auf die Erde, weil der Wunsch unseres himmlischen Vaters ist unter seinen Kindern zu sein (Offb 21,1-5)!

1Mo 1,2 Erde
Das hebräische Wort ארץ “erez” steht hauptsächlich für drei Dinge: die Erde als Ganzes (1Mo 1,2), als ein Land (1Mo 2,11), oder in seltenen Fällen auch als Boden (Jos 4,22) [aber nicht zu verwechseln mit dem Erdboden, hebräisch “adamah”]
1Mo 1,2 Geist
Vorab: Der Geist ist keine Person.

Der Geist (hebr. רוּח “ruach”) ist der Geist Gottes, wie es z.B. direkt der zweite Vers der Bibel klar und deutlich zeigt (1Mo 1,2).

Der Apostel Johannes schreibt, dass Gott Geist ist (Joh 4,24), aber z.B. auch Liebe (1Joh 4,8) oder Licht (1Joh 1,5). Die legitime Frage wäre: Warum versteht man den Geist als Person, aber Liebe oder Licht nicht? Weil es dann eine Fünfeinigkeit wäre? Die unbiblische Dreieinigkeitslehre (ver)führt Leser dazu, den Geist als Person zu sehen, aber wie eben genannt die Liebe oder das Licht nicht.

Zur Worterklärung an sich:

Das hebräische Wort „ruach“ kommt knapp 400 mal im Tanach (sog. „Alte Testament“) vor. Es wird mehr als die Hälfte aller Fälle mit „Geist“ übersetzt, wobei das Wort im Hebräischen eher die Bedeutung von Wind, Atem, Odem oder Hauch hat, da es von zusammenhängenden Verben wie „schnauben, atmen, riechen“ abstammt. Mit diesen vier Übersetzungen (Wind, Atem, Odem, Hauch) wird „ruach“ über 120 mal wiedergegeben.

Im Griechischen steht „pneuma“ im Erneuerten Bund (sog. „Neue Testament“) für den Geist und kommt ebenfalls knapp 400 mal vor. Es wird nahezu ausschließlich mit „Geist“ übersetzt, wobei auch dieses Wort vom Verb „pneo“ abstammt und „wehen, hauchen, blasen vom Wind” bedeutet. Daher wird es auch einige wenige Male, wie im Hebräischen, mit Hauch, Wind, Odem übersetzt. Das ist an und für sich eher untypisch, dass beide Sprachen das gleiche Konzept von einem Wort haben. In diesem Fall ist aber bei beiden Urtexten aus der Wortstudie allein zu erkennen, dass dieses Etwas (Wind, Atem, Odem, Hauch) selbst keine Person ist, sondern dass etwas von jemandem ausgeht – und das wiederum passt perfekt in das Verständnis von “schnauben, atmen” usw.

Der Geist Gottes ist sein Wesen (aus Liebe und Wahrheit; siehe z.B. 2Tim 1,7, Joh 16,13, 1Joh 5,6) und seine Kraft (siehe z.B. Apg 1,8; 10,38, Röm 15,13.19, Eph 3,16, …)

Abschließend:
Es ist meist in unseren “kirchlich-christlich” geprägten Köpfen so, dass der Geist Gottes erst mit dem Pfingstereignis kam, jedoch wurden schon weit vorher Menschen mit dem Geiste Gottes (Heiligem Geist) erfüllt. Dieser Geist ist zwar nicht der Geist der Sohnschaft, der uns “Abba, Vater” sagen lässt (Mk 14,36, Röm 8,15, Gal 4,6) und erst nach dem Tod und Verherrlichung unseres Herrn gekommen ist (Joh 16,7), aber durchaus ein abgesonderter (=heiliger) Geist aus dem Himmlischen.
Hier nur ein paar Beispiele: 2Mo 31,3, Ps 51,13, Jes 63,10-11

1Mo 1,5 Tag

Der biblische Tag kennt keine exakten 24 Stunden, sondern beginnt mit dem Sonnenuntergang (Abend), geht über die Nacht und den Morgen bis zum nächsten Sonnenuntergang (Abend) – so wie es zu Beginn in 1.Mose 1,5 berichtet wird:
1Mo 1,5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.

1Mo 1,14 Zeichen

Biblische “Zeichen” gibt es hauptsächlich in zwei Formen:

Zeichen, die im Vorfeld durch Gott bzw. durch seine Engel (=Boten) oder Propheten (=Sprachrohre) angekündigt werden, wie z.B.: “Dies soll dir/euch ein Zeichen sein, wenn …).

Es gibt auch Zeichen, die etwas, was in der Vergangenheit geschehen ist, bestätigen bzw. besiegeln; wie z.B. das Zeichen der Beschneidung:
Es ist das Siegel für den Bundesschwur mit Abraham und seinen Nachkommen/Samen.

In 1Mo 1,14 dienen u.a. die Himmelskörper als Zeichen.

Das hebräische Wort für “Zeichen” אות stammt vom Verb אוּת “zustimmen, übereinstimmen” ab und bestätigt somit den Gedanken, dass etwas durch “zwei oder drei Zeugen” bestätigt wird, indem diese “übereinstimmen”.

1Mo 1,14 bestimmte Zeiten
1Mo 1,14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;

Obwohl nahezu alle Übersetzungen von “Bestimmung von Zeiten” reden, steht dort im Hebräischen lediglich ein Wort in Mehrzahl מֹועֲדִים “moedim”. Dieses Wort unterstreicht eher eine Bestimmung bzw. Festsetzung von gewissen Dingen (nicht nur Zeiten) durch Gott. Vier aufeinander Blöcke von Stellen helfen uns beim biblischen Verständnis von dieser “Festsetzung”:

  • Er hat Sonne, Mond und Sterne gemacht zur Bestimmung seiner Zeiten [moedim].
  • Das zweite Vorkommen von “moed” מועד (Einzahl) ist bei der Geburt Isaaks (drei Mal: 1.Mo 17,21; 18,14; 21,2). Der Höchste setzt die Umstände, Bedingungen und den Zeitpunkt fest.
  • Das dritte Vorkommen ist in 2Mo 9,5 “Und der HERR bestimmte eine Zeit [moed] und sprach: Morgen wird der HERR dies tun im Land.“; die darauffolgenden Verse, haben dann immer den Charakter einer “Festzeit”: 2Mo 13,10; 23,15 (Fest der Ungesäuerten Brote; später in 3Mo 23 wird der “festgesetzte Festcharakter” in diesem Wort “moed” ganz klar).
  • Das vierte Vorkommen rundet das Bild ab, denn es mit Abstand, die am meisten übersetzte Variante von “moed”: Zelt der Zusammenkunft [hebr.: אהל מועד ohel moed].

In dem Zelt der Zusammenkunft vereinen sich auch die Charakteristika der ersten drei Vorkommen in einem:

  • zu bestimmten Zeiten,
  • werden Bedingungen festgesetzt, um in die Anwesenheit Gottes zu kommen.
  • Dieser Umstand der Zusammenkunft mit Gott ist immer ein Fest.

(übrigens ist das “Zelt der Zusammenkunft” die viel wortgetreuere Übersetzung der fragwürdigen Luther-Variante der “Stiftshütte”)

1Mo 1,20 Seele
Im Gegensatz zu dem weitverbreiteten Verständnis, dass die Seele etwas vergleichbares zu dem Geist ist oder gar nebst ihm existiert, ist das biblische Verständnis eine völlig andere:

Der Mensch besteht nicht aus Körper, Seele und Geist, sondern der Mensch ist eine “Seele” bestehend aus Körper und Geist. Auch dies macht die Heilige Schrift in den allerersten Kapiteln klar und deutlich:
1Mo 2,7 Und Gott der HERR bildete den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.

Die Bibel kennt an und für sich die fiktive “Seele” nicht, wie wir es hier und heute in der westlichen Welt zu verstehen meinen. Nebst dem Griechischen “psyche” wird im Hebräischen oft “ruach, nefesch oder neschama” mit dem lebensspendendem Atem verglichen. “Seele” steht also u.a. für das Leben und nicht für ein feinstoffliches, ungreifbares, fiktives Etwas:

3Mo 17,11 Denn die “Seele” des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass es Sühnung tut für eure “Seelen”; denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die “Seele”.

Das Verständnis dieser fiktiven Seele ist erst im Laufe der Zeit durch griechisches Denken und Philosophie in unsere Köpfe gelangt – aus dem wir es nur noch schwer loswerden können. Viele, die an die Unfehlbarkeit der Bibel glauben, lassen dennoch nicht von dieser Vorstellung ab, weil sie meinen hier und da würde das Wort Gottes diese fiktive “Seele” lehren. Jedoch ist dies ein Irrtum.

An dieser Stelle möchten wir auf einen exzellenten Artikel bei Wikipedia hinweisen und Ausschnitte daraus zitieren:

“In der hebräischen Bibel, dem Tanach, stellen „Seele“ und Körper Aspekte des als Einheit aufgefassten Menschen dar. Die den Körper belebende Kraft – in religionswissenschaftlicher Terminologie die Körperseele oder Vitalseele – heißt im biblischen Hebräisch nefesch (נפש), neschama oder auch ru’ach (רוח). Alle drei Begriffe bezeichnen ursprünglich den Atem. Neschama ist der Lebensatem, den laut dem Buch Genesis Gott seinem aus Erde geformten Geschöpf Adam in die Nase einblies, womit er ihn zu einem lebendigen Wesen (nefesch) machte. …”

Die rabbinischen Theologen vertraten sehr unterschiedliche Ansichten. Einerseits wurde die „Seele“ weiterhin mit dem Leben oder der Person gleichgesetzt, andererseits übernahmen griechisch beeinflusste gebildete Juden aus dem Platonismus und den philosophischen Strömungen des Hellenismus die Auffassung der Seele als eines eigenständigen, unabhängig vom Körper existierenden Wesens.”

1Mo 2,2 Sabbat
Direkt zu Beginn der Bibel werden wir mit dem Verständnis der wöchentlichen Ruhe am siebten Tag (im weltlichen Kalender der Samstag, nicht Sonntag = 1.Tag der Woche), dem sog. “Sabbat bzw. Schabbat”, konfrontiert. Denn für das Wort “ruhte” steht dort im Hebräischen das Wort “schabat” (שׁבת).

1Mo 2,2 Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte.

Der Sabbat wird fälschlicherweise fast ausschließlich als Festtag der Juden angesehen. Wie wir in 1Mo 2,2 gesehen haben (als es nämlich noch gar keine zwölf Stämme Israels und somit auch keinen Stamm Juda gab) zeigt uns die Bibel klar und deutlich, dass dieser Tag erst einmal für alle Menschen gemacht wurde.

Mk 2,27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.

Und nicht zu vergessen:
Unser Schöpfer selbst hielt den Sabbat als Vorbild für uns alle, indem er am siebten Tag von seinem Werk ruhte. Wie viel mehr sollten wir ihn dann halten?

1Mo 2,4 Geschichte
Für das in 1Mo 2,4 erwähnte Wort “Geschichte” steht im Hebräischen (תּולדה “toleda”, Mehrzahl תֹולְדֹות “toledot”) und bedeutet viel mehr “Geschlechter, Erzeugungen” und dergleichen. Der Wortstamm kommt vom “Zeugen und Gebären”. Die Bibel berichtet also von den Geschlechtern und Erzeugungen (Nachfahren) aus Gottes Schöpfung und nicht irgendwelche Geschichten.
1Mo 2,4 יהוה (HERR)
HERR in Großbuchstaben steht im Tanach (sog. “Alten Testament”) für den Namen Gottes, der aus den hebräischen Konsonanten Jud Hey Wav Hey (JHWH) besteht. HERR ist also keine Übersetzung eines hebräischen Wortes für “Herr” (was in dem Fall “adonai” wäre), sondern leider eine Art ungeschickte Kennzeichnung dafür, dass im Urtext an der jeweiligen Stelle der Eigenname Gottes יהוה (JHWH) steht. Dieser Name steht hauptsächlich für, dass

Er der ist, der er ist.
Er der Ewig-Seiende ist.
Er sich durch sein Handeln und Tun uns Menschen offenbart.

2Mo 3,14-15 Da sprach Gott zu Mose: „Ich bin, der ich bin.“ Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: „Ich bin“ hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: Der HERR (יהוה), der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht.

1Mo 2,15 bewahren
Das erste Mal kommt dieses Wort (hebr. שׁמר “schamar”) vor, als Adam den kostbaren Garten Eden bewahren soll (1Mo 2,15). Das zweite Mal als der Cherub den Weg zum Baum des Lebens bewachen soll (1Mo 3,24). Das dritte Mal als Kain vorwurfsvoll fragt, ob er den der “Hüter” seines Bruders seie (1Mo 3,9).

In allen drei Fällen ist der Zusammenhang ein “bewahren, bewachen, behüten und beschützen”.
Warum ist das wichtig? Ein Beispiel hierzu:
Wenn die Heiligen Schriften vom Halten und Tun der Gebote reden, wie z.B. in …

3Mo 22,31 Und ihr sollt meine Gebote halten und sie tun. Ich bin der HERR (יהוה).

… was ist dann damit gemeint? Kennt man den Unterschied zwischen “halten” und “tun”? Oder ist es in unserem Verständnis ein und dasselbe?
In den aller allermeisten Fällen ist dem so.

Aber das Hebräische sagt viel mehr: Tue die Gebote und “bewache, bewahre und beschütze” sie.

Auch im Griechischen, also auch im sog. “Neuen Testament” existiert das gleiche Verständnis:
1Joh 3,22 und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.

[halten=”toreo”, bedeutet “bewahren”]

Was bedeutet das für uns in der praktischen Umsetzung dieser göttlichen Aufforderung an uns?
Zum Beispiel: Wenn Leute an uns herantreten und sagen, dass die Gebote Gottes nicht mehr gültig sind, was sollte dann unsere Einstellung und Handlung sein? Sollten wir nicht wie der Cherub das Schwert (das Wort Gottes) zücken und das Kostbare, was uns gegeben wurde, behüten, beschützen und bewahren?

Auf diese Weise erfüllen wir u.a. auch dieses Gebote:
5Mo 4,2 2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet [auch hier “schamar”: behüten, beschützen, bewahren], die ich euch gebiete.

Man stelle sich an dieser Stelle nur mal kurz vor, in was für einen Gott wohlgefälligen Zustand wir uns heute befinden würden, wenn wir nur allein dieses eine Gebot tatsächlich getan hätten, indem wir alle Gebote Gottes behütet, bewahrt und beschützt hätten? Wo wären wir, wenn wir uns wie Wächter hingestellt hätten, damit niemand etwas von seinem heiligen Wort entfernt oder hinzutut?

1Mo 2,24 Vater
“Vater” – wir greifen vor: Wenn man so will, die vorerst letzte Offenbarungsstufe Gottes, die uns durch seinen Sohn Jeschua dem Messias (Jesus Christus) gezeigt wurde und wird. Im Tanach (sog. Altes Testament) gibt es in der Summe mehrere tausend Stellen, die sich auf Gott beziehen, dabei sind aber nur weniger als eine Hand voll mit einem “Vater” in Verbindung zu bringen. Diese besondere Offenbarung der Innigkeit zwischen Vater und Sohn, wurde an uns, wie bereits erwähnt, durch seinen Sohn weitergereicht:

Mt 11,27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will.

Dies ist auch mit der Grund, warum man im Tanach (Altes Testament) tausende Male den Eigennamen יהוה liest, aber eben so gut wie nie etwas vom “Vater” liest. Nachdem durch unseren Herrn aber der Geist Gottes kam, änderte sich das.

Röm 8,15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

Im Erneuerten Bund (sog. Neue Testament) lesen wir nahezu ausschließlich von unserem Gott, der unser Vater ist und kaum noch etwas von seinem Eigennamen (der natürlich weiterhin sehr wichtig ist!). Uns wird zu verstehen gegeben, dass wir einen Gott haben, der unser Vater ist – und einen Herrn, der unser Erlöser Jeschua (Jesus) ist:

1Kor 8,6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.

Dieses Verständnis (Gott=Vater und Herr=Jesus) schien allen Aposteln so wichtig gewesen zu sein, dass sie diese Wahrheit immer und immer wieder in ihren Briefen wiederholten.
Siehe hierzu…

Röm 1,7 — an alle in Rom anwesenden Geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1Kor 1,3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1Kor 8,6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.
2Kor 1,2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
2Kor 1,3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes;
2Kor 11,31 Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der gelobt sei in Ewigkeit, er weiß, dass ich nicht lüge.
Gal 1,3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus;
Eph 1,2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Eph 1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus;
Eph 1,17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch [den] Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst;
Eph 6,23 Friede werde den Brüdern zuteil und Liebe samt Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Phil 1,2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Phil 2,11 und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Kol 1,2 an die heiligen und treuen Brüder in Christus in Kolossä: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Kol 1,3 Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten;
Kol 3,17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
1Thes 1,1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1Thes 1,3 indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben und eure Bemühung in der Liebe und euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater.
1Thes 3,11 Er selbst aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus lenke unseren Weg zu euch!
1Thes 3,13 damit er eure Herzen stärke und sie untadelig seien in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen.
2Thes 1,1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
2Thes 1,2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
2Thes 2,16 Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und unser Gott und Vater, der uns geliebt hat und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung gegeben hat durch Gnade;
1Tim 1,2 an Timotheus, [mein] echtes Kind im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede [sei mit dir] von Gott, unserem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn!
2Tim 1,2 an Timotheus, [mein] geliebtes Kind: Gnade, Barmherzigkeit, Friede [sei mit dir] von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn!
Tit 1,4 an Titus, [mein] echtes Kind nach unserem gemeinsamen Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede [sei mit dir] von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, unserem Retter!
Phim 1,3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Hebr 1,5 Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?
1Petr 1,3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten;
2Joh 1,3 Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe!

1Mo 4,2 Hirte
In der Bibel gibt es den physischen Hirten, der seine Herde weidet und einen geistlichen Hirten, der die Schafe Gottes weidet.

Mt 9,36 Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Zwischen beiden gibt es Parallelen, die einen guten Hirten ausmachen, wie z.B.:

er hütet die Herde / er behütet die Geschwister
er füttert die Weide / er speist sie mit dem Wort Gottes

Dieses “Hüten und Füttern” der Herde, verbirgt sich im Hebräischen hinter dem Wort “Hirte”, denn meist steht dort ein Verb רעה “raah”, was im Deutschen aber durch ein Nomen (Hirte) wiedergegeben wird.

Aus diesem Zusammenspiel zwischen Hirte und Herde lassen sich weitere Beziehungen zwischen uns und unserem guten Hirten (Joh 10,11) ableiten, wie z.B.:

  • Schafe verlassen sich auf den Hirten.
  • Der Hirte gibt der Herde die Richtung an.
  • Der Hirte steht der Herde vor und gibt die Richtung an.
  • Der Hirte kümmert sich um jedes einzelne Schaf; und wenn es “verlorengeht”, ist seine Sorge Nr. 1, es wieder zurückzubringen.
    u.v.m.

Nebst unserem guten Hirten gibt es auch andere geistliche Hirten der Herde Gottes. Diese kann man hauptsächlich in zwei Gruppen teilen:

Jer 23,1 Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen!, spricht der HERR.

Jer 3,15 Und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Erkenntnis und Einsicht.

1Mo 4,3 Opfer

1Mo 4,7 Sünde
Das hebräische Wort חטּאה “chatah bzw. חטאת chatat” kann “Sünde” als auch “Sündopfer” bedeutet. Das Verb “sündigen” (hebr. “chata” חטא) kommt erst in 1Mo 20,6 zum ersten Mal vor.

Das zweite Vorkommen des Wortes nach 1.Mose 4,7 macht den Zusammenhang vielleicht klarer:
1Mo 13,13 Und die Leute von Sodom waren sehr böse und große Sünder vor dem HERRN.

Die Schriften des “Erneuerten Bundes” (“Neues Testament”) definieren uns an drei Stellen, was Sünde ist:
Röm 14,23 … Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.
Jak 4,17 Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.

Diese beiden Verse kann man relativ weitläufig auslegen und verstehen. Aber die klarste und genaueste Formulierung, die keinen Interpretationsspielraum lässt findet man im 1. Johannes Brief:
1Joh 3,4 Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und dieSünde ist die Gesetzlosigkeit.

Anders formuliert: Sünde = Übertretung des Gesetzes

Im Umkehrschluss würde das bedeuten, wenn das Gesetz aufgehoben wäre, gäbe es gar keine Möglichkeit der Sünde mehr und somit würden wir auch das kostbare Blut unseres Herrn Jeschua nicht mehr benötigen. Und wie wir alle wissen, ist das eine Lüge.

Im Hebräischen kann man die Sünde als Übertretung des Gesetzes visuell veranschaulichen, denn Torah תּורה (= Gesetz; viel mehr “Weisung”) stammt von einer Wurzel ab ירה hebr. “jara”, die auch “schießen” bedeutet. Das Ziel ist immer das Gesetz Gottes, also sein Wille für seine Kinder. Sündigen wir nun, “schießen” wir an diesem “Ziel” (dem Gesetz) vorbei.
Auch im Alt-Griechischen beschreibt “Sünde” (= “hamartia”) ein Verfehlen des Zieles mit einem Pfeil oder Speer.

Wiederum anders formuliert, kann man also sagen:

Sünde = Zielverfehlung/Vorbeischießen an der Torah

1Mo 4,10 Blut
Blut, hebräisches דּם “dam” eignet sich perfekt dafür, um die Aufbauweise der hebräischen Sprache zu veranschaulichen, denn:

Wenn man sich vor Augen führt, dass vom Erdboden der erste Mensch gemacht wurde und dieser Mensch durch das Blut in ihm das Leben in sich trägt (siehe z.B. 3Mo 17,11), macht es für einen Hebräer total Sinn, dass:

  • Blut דּם “dam” ist.
  • Mensch אדם “adam” ist.
  • Erdboden אדמה “adamah” ist.

Das Wort דּם “dam” steckt also in allen drei Begriffen drin, da die hebräische Sprache Zusammenhänge herstellt. Der Hebräer liest einzelne Wörter und weiß sofort (wenn er die sog. Wortwurzel erkennt – in diesem Fall דּם “dam”), dass die Wörter einen Bezug zueinander haben; in diesem Fall: Mensch, Erdboden, Blut.

Selbst die Farbe des Blutes, nämlich “rot” lässt sich davon ableiten: אדם adom (oder auch bekannt als אדם edom, von dem “rötlichen” Bruder Jakobs; s. 1Mo 25,30). Auch sie enthält die Wurzel דּם “dam”.

Besonderheit des Blutes:

Nebst vielen Eigenschaften ist Blut eine Art “Zahlungsmittel” und zwar das höchste überhaupt. Und wie bei allen Zahlungsmitteln gilt: je kostbarer die Einheit/Währung (in dem Fall das Blut), desto mehr kann man damit bezahlen/kaufen:

Hebr 10,4 Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen!

Dieses Blut der Tiere konnte uns nicht von der Schuld der Sünde loskaufen. Es hat die Sünden lediglich bedeckt, aber das kostbare Blut des Sohnes Gottes vermag folgendes:

1Kor 6,20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!
Kol 1,13-14 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.

1Mo 5,32 Sem
Hebräisch שׁם “Schem” = Name. Von ihm stammt der Begriff “Semit” ab. Vielen ist vielleicht der Begriff “Antisemitismus” bekannt.
Antisemitismus hat dem Wort nach also nichts mit Judenhass oder dergleichen zu tun, da Sem gar kein Jude war. Die Juden gab es noch gar nicht, denn der Sohn Jakobs “Juda” war noch lange nicht geboren.
Für viele gilt “Sem” bzw. “Schem” als der Vater der heutigen sog. “Semiten”.
1.Mose 6,2 Söhne Gottes
1.Mose 6,2, die Söhne Gottes, ein vieldiskutiertes Thema.
Für uns beim Torah-Club ist der Vers, der Zusammenhang der Stelle und das Verständnis hinsichtlich der Gesamtheit der Heiligen Schriften keinerlei Diskussion wert, denn die Schrift spricht klar und deutlich für sich selbst.

Was ist ein Sohn Gottes?

Adam war ein Sohn Gottes (Beleg: Lk 3:38), Jeschua war/ist ein Sohn Gottes (Lk 1:35), die vom Geist Gottes gezeugten/geborenen sind/werden Söhne Gottes (Gal 4:6, Lk 20:36).

Was haben nun all diese gemeinsam?

Genau, sie sind von keinem Menschen gezeugt worden, sondern direkt von Gott, dem Vater selbst – daher ja auch Söhne von Gott. Ganz logisch.
Nun die Frage: Von wem wurden die himmlischen Boten gezeugt?
Ja, klar: Ebenfalls von Gott selbst – daher sind auch sie Söhne Gottes (Beleg: Hi 1:6).

Der Geist der Sohnschaft (Röm 8:15) war aber vor dem sog. Pfingstereignis (Apg 2:4) noch nicht in der Welt. Es gab also keine Söhne Gottes, außer Adam, Jeschua und die Boten Gottes. Nachdem aber der Geist ausgeschüttet wurde und in den Gläubigen kommt und er aufersteht, wird er ein Sohn …

… Lk 20:36 denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.

Nach Logik, Ausschlussverfahren und Verständnis der Gesamtheit der Heiligen Schriften bleibt welche einzige Möglichkeit für die Söhne Gottes in 1.Mose 6:2 übrig, als dass es Engelswesen waren?

1.Mose 6,4 Riesen
Hebräisch “nephil” von der Wurzel “naphal”, was “fallen” bedeutet.

Die Übersetzung “Riesen” ist also nicht gerade glücklich, denn der Aspekt von etwas Großen steckt gar nicht in dem Wort.

Vielleicht hat man es abgeleitet von der zweiten Stelle, an dem das Wort vorkommt:

4.Mose 13,33 auch haben wir dort die Riesen gesehen, die Kinder Enaks, von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.

Das Wort setzt aber viel mehr den Fokus auf das “Fallen”, als auf das “riesig-sein”. Aber wer oder was ist gefallen?

Siehe hierzu den Glossar-Eintrag “Söhne Gottes“.

1.Mose 6,5 Herz
Das Herz ist in der Tat das Herzstück des Menschen. Es wird in der Bibel für unser gesamtes Wesen, unsere Gedanken, unser Sinnen, unseren Verstand, unseren Geist usw. gebraucht. Laut dem Wort Gottes ist unser Herz folgendes:

Jer 17,9 Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?

Unser Herz spiegelt sich in unseren Worten u.v.a. in unseren Taten wider. Ähnlich wie beim Glauben die Werke einhergehen und untrennbar miteinander verbunden sind (s. Jak 2,14-26), so ist es auch mit dem Herzen. Daher sagt der Allmächtige direkt im nächsten Vers nach Jeremia 17,9 folgendes:

Jer 17,10 Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.

Unser Herz benötigt Änderung und Reinigung. Daher ist der Fokus des erneuerten Bundes in und durch Jeschua (Jesus) unser Herz. Es muss beschnitten werden (Röm 2,29) und aus dem steinernen Herz muss ein fleischernes werden (Hes 36,26; 2Kor 3,3), damit der Wille Gottes, sein Gesetz, darauf geschrieben werden kann (Hebr 10,16), um wiederum so dem Sohn Gottes gleich zu werden – der von Anfang bis Ende das Wort seines und unseres Vaters im Herzen trug und verteidigte:

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

1.Mose 6,8 Gnade
Gnade ist ein unverdientes Geschenk (siehe hierzu auch Glossar-Eintrag “Barmherzigkeit“). Hinsichtlich unserer Errettung spielt der Glaube hierbei eine entscheidende Rolle, so wie es auch bei der ersten Nennung in der Bibel ist. Dies wird uns später im Hebräerbrief erläutert: Hebräer 11:7 Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist. In unserer Zeit ist die Vergebung und Gnade unseres himmlisches Vaters uns durch seinen Sohn Jeschua, dem Messias kundgetan und ermöglicht worden. Auch hier ist wieder der Glaube entscheidend: Eph 2,7-9 damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. An dieser Stelle sei kurz erwähnt: Obwohl unsere Werke uns nicht erretten, sind sie ein Beweis unseres Glaubens (Jak 2:14-18). Ohne Werke ist unser Glaube tot, wie es ebenfalls im Jakobusbrief steht (Jak 2:22-26). Denn wenn wir dieses große Gnadengeschenk erhalten haben und uns dies nicht zu Dankbarkeit und Gehorsam bewegt, dann haben wir etwas grundsätzlich falsch verstanden. Denn wir sollen so wandeln, wie unser Herr gewandelt ist (1Joh 2:6) – also in den Geboten unseres Vaters und seines Vaters (Joh 14:24; 15:10).
1.Mose 6,9 gerecht
Gerecht sein in den Augen Gottes hat immer etwas mit Gehorsam zu tun, ebenso wie der Glaube.

Der Glaube ist es, der uns vor Gott rechtfertigt und zwar der Glaube allein (Röm 4,13). Im Christentum macht mein beim Begriff “Glaube” einen Stop und betrachtet diesen als völlig isoliert. Jedoch hängt der Glaube immer mit dem Gehorsam und den Werken zusammen. Ein Glaube ohne Werke ist undenkbar:

Röm 2,13 denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.
Jak 2,20 Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist? 21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? 22 Siehst du, dass derGlaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? … 26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.

Daher wird an der ersten Stelle, an der “gerecht” auftaucht nicht vom Glauben allein gesprochen, sonderm von dem “Wandel” Noahs, denn er wandelte mit Gott. Er tat also was recht war in den Augen Gottes.

Das Gesetz und die Gebote Gottes sind, waren und werden immer gerecht sein:
Röm 7,12 So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.

1.Mose 6,18 Bund
Auch hier gäbe es wieder viel zu schreiben, aber unser Fokus soll sich darauf beruhen, dass wir verstehen sollten und müssen, dass unser Gott ein Alleinstellungsmerkmal hat und das ist, dass er sein Handeln und Tun mit uns Menschen mit einem Bund besiegelt. Innerhalb dieses Bundes bestätigt er die Unfehlbarkeit mit seinem Eidschwur .

Er ist ein Gott der Bünde:

Mit Adam schloss er einen Bund (Hosea 6,7), mit Noah schloss er einen Bund (1.Mose 6,18); diesen erweiterte er mit ihm und seinen Nachkommen/Samen in 1.Mose 9,9 [die Erweiterung bzw. Erneuerung von Bünden ist ein fester Bestandteil der Bibel, das eigentlich “Buch der Bünde” heißt und somit umso mehr die Wichtigkeit der Bünde unterstreicht! Die wichtigste Erneuerung des Bundes zwischen Gott und seinen Kindern erfolgt in und durch seinen Sohn]; aber nicht nur mit Menschen schließt Gott einen Bund, sondern z.B. auch mit Tieren (1.Mose 9,15).

Diese Bünde können Zeichen haben, wie z.B. bei Noah den Regenbogen (1.Mose 9,12) oder bei Abraham und seinen Nachkommen/Samen die Beschneidung (1.Mose 17,11); oder den Sabbat als ein Zeichen des ewigen Bundes zwischen dem Vater und seinen Kindern:
2.Mose 31,13 Und du, rede zu den Kindern Israel und sprich: Gewiss, meine Sabbate sollt ihr halten; denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch bei euren Geschlechtern, damit ihr wisst, dass ich, der HERR (=JHWH), es bin, der euch heiligt; 16 Und die Kinder Israel sollen den Sabbat halten, um den Sabbat zu feiern bei ihren Geschlechtern: ein ewiger Bund.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen …

Von all den Bünden gibt es drei ganz zentrale:

Der Bund mit Abraham und seinen Nachkommen (wichtig bei diesem Bund: vorrangig “der Glaube”; Zeichen “die Beschneidung”)
Der Bund am Berg Sinai und dessen Erneuerung im Land Moab (wichtig bei diesem Bund: vorrangig “der Glaube” + “der Gehorsam zum Gesetz Gottes”; Zeichen: der Sabbat)
Die Erneuerung dieser Bünde durch den Sohn Gottes, unseren Herrn Jeschua (wichtig bei diesem Bund: “der Glaube” + “der Gehorsam zum Gesetz Gottes” + “die Herzensumkehr/Buße”; somit ist der “aktuelle Bund” die Kombination aus den beiden zuvor: die Beschneidung des Herzens (Röm 2,29) und das Gesetz im Herzen des Gläubigen (Hebr 10,16); das Zeichen: das Blut des Sohnes Gottes / das Abendmahl)

Die Bünde Gottes sind mit seinem verbindlichen Wort, also mit seinem persönlichen Versprechen verbunden und haben meist ein begleitendes Zeichen, wie wir gesehen haben. Somit wird dem geschlossenen Bund zusätzlich Ausdruck und Wichtigkeit verliehen, sodass wir verstehen und uns daran erinnern können. Viel wichtiger aber, dass wir felsenfest daran glauben können und sollen, dass er diese Bünde niemals brechen wird:
5Mo 4,31 Denn ein barmherziger Gott ist der HERR (=JHWH), dein Gott; er wird dich nicht lassen und dich nicht verderben und wird den Bund deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat.
Hebr 6,13 Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst
Er will uns zeigen, dass seine Bünde von enormer Wichtigkeit und unauflösbar sind – weder die Zeichen, noch die Bedingungen, noch die Verheißungen/Versprechen Gottes können aufgelöst werden!

1.Mose 7,2 rein
Bei diesem Punkt möchten wir uns wegen der Knappheit des Glossartextes auf die Reinheit bzw. Unreinheit der Tiere beschränken.

In 3.Mose 11 finden wir eine Auflistung aller Tiere, die Gott als rein erklärt. Dem Allmächtigen ist es wichtig, was wir essen. Dies können wir an vielen Stellen erkennen, z.B. daran dass die erste Sünde das Essen einer Frucht war (1Mo 3,6), dass im ersten Apostel-Konzil zwei der vier Punkte mit dem Essen verbunden sind (Apg 15,20) u.v.m.

In 1Mo 7,2 soll Noah von den reinen Tieren sieben Paare mitnehmen, da sie anschließend als Nahrung dienen sollen (denn die Erde wurde ja “geflutet”). Die unreinen Tiere sind keine “schlechten” Tiere, sondern sie erfüllen eine besondere Funktion, wie z.B. das Schwein der Müllentsorger eines Bauernhofes ist, so ist die Krabbe der Staubsauger des Meeres. Beide “unreinen” Tiere sorgen für Reinheit, indem sie selber die Unreinheit zu sich nehmen. Wohingegen “reine” Tiere alles andere als Allesfresser sind. Die Landtiere essen z.B. keine anderen Tiere und sind Wiederkäuer, d.h. die aufgenommene Nahrung wird wieder und wieder im Tier gefiltert.

Macht man sich einmal die Mühe und betrachtet die reinen und unreinen Tiere erkennt man sehr schnell, dass der Allwissende sich schon etwas dabei gedacht – nämlich die Gesundheit seiner Kinder.

1.Mose 8,21 lieblicher Geruch
Eine fragwürdige Übersetzung, denn das Verständnis von “lieblich” steckt überhaupt nicht in dem hebräischen Wort “nichoach”, dessen Wurzel “nuach” ist und “ruhen” bedeutet.

Der Duft ist also kein liebelicher Duft, sondern ein Duft, der beruhigt. In diesem Zusammenhang macht auch der Vers und das ganze Szenario um die Flut herum viel mehr Sinn, denn Gott sprach:

1.Mose 6,6 Und es reute den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.

Und dann in

1.Mose 8,21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht mehr will ich fortan den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht mehr will ich fortan alles Lebende schlagen, wie ich getan habe.

Später werden wir noch zu dem heiligen und gerechten Zorn Gottes kommen, den übrigens auch sein Sohn hatte und hat (siehe hierzu Beispiele in Mk 3,5, Offb 6,16 u.v.m.). Natürlich, wie sollte es anders sein, denn der Vater und der Sohn sind eins in ihrer Gesinnung und in ihrem Wesen (Joh 10,30).

1.Mose 9,24 jüngster Sohn
1.Mose 9,24 Und Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was sein jüngster Sohn ihm getan hatte. Im hebräischen Verständnis ist der Sohn nicht nur der direkte Nachkomme, sondern kann auch der Enkel, Urenkel, Ururenkel usw. sein (z.B. 1Mo 11,31; 31,28; 32,1; …).
1.Mose 10,5 Familie
Auch wenn das Wort das erste Mal in 1.Mose 8,19 (als “Arten” der Tiere, die in die Arche gingen) erscheint, ist unser heutiges Verständnis von Familie das passendere Wort. Die Häufigkeit der Übersetzung unterstützt diese Annahme, denn 300 mal kommt das hebräische Wort “mischpacha” vor und wird über 250 mit “Familie” übersetzt. Die Nachkommen werden als “Familien” angesehen, wie z.B. von Männern wie Ham (1Mo 10,20), Sem (1Mo 10,31), Noah (1Mo 10,32) usw. Oder auch zu sehen bei Abraham, wie er seinen Knecht zu seiner “Famili” schickt. Natürlich sind auch alle Nachfahren der zwölf Stämme Israels Familien (z.B. zu sehen in 2Mo 6). Israel ist also nicht nur ein Volk, sondern eben auch eine Familie!
1.Mose 10,10 Babel
Das hebräische Wort bedeutet “Verwirrung”. Babel bzw. Babylon (griechisch) ist das Sinnbild für die Welt. Es ist nicht unwichtig zu verstehen, dass Gott nicht Hass, Gewalt, Egoismus oder was auch immer als vorrangigen Grund für den Zustand der Welt genommen hat, sondern die Verwirrung. Die Welt steckt in einer Verwirrung und diese Verwirrung ist nicht nur die der Sprachen. Wir alle waren/sind (immer noch) verwirrt, denn der Geist Gottes muss erst einmal in uns arbeiten und wird uns so in die volle Wahrheit (die entwirrt) leiten.
1.Mose 10,18 Zerstreuung
Zerstreuung ist meist ein Gericht Gottes für etwas, was die Menschen getan haben, was nicht recht in den Augen des Höchsten war. Selbst die “Menschen der Vorzeit” wussten das von Anfang an: 1.Mose 11,4 Und sie sprachen: Wohlan, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den Himmel reicht, und machen wir uns einen Namen, dass wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde! Adam und Eva wurden zerstreut, das Volk in Babel wurde zerstreut, Israel wurde zerstreut (wird aber gesammelt werden! :)); und zu unserem Vers zurückkehrend haben wir ein weiteres Beispiel für die Zerstreuung, denn auf Kanaan liegt ein Fluch und seine Nachkommen wurden ebenfalls zerstreut. Das ist ein biblisches Prinzip: falsche Wege bzw. Ungehorsam = Zerstreuung
1.Mose 10,21 Heber
Heber bedeutet “das Jenseitige, das Gebiet jenseits” von dem das Wort Hebräer abstammt, zu dem wir in 1.Mose 14,13 kommen werden; denn Abraham ist ein Sohn Sems (siehe Glossarpunkt “jüngster Sohn“) und wird als erster “Hebräer” genannt. Darum offenbart sich später auch der Höchste den Ältesten Israels und dem Pharao als “Gott der Hebräer” (2Mo 3,18).
1.Mose 13,12 Silber/Geld
Kommt ca. 400 mal im Tanach (sog. Alte Testament) vor und wird, je nach Übersetzung, ca. 300 mal mit “Silber” und ca. 100 mal mit “Geld” übersetzt. D.h. also, dass das biblische Geld eigentlich Silber ist. In dem hebräischen Wort “keseph” steckt das Wort “kasaph” drin, das exakt mit den gleichen hebräischen Konsonanten geschrieben wird und so viel wie “Verlangen, Begehren” bedeutet. Wir sehen also, dass die menschliche Schwäche der Geldliebe direkt in dem hebräischen Verständnis des Wortes eingebaut ist.
Es ist aber anzumerken, dass Geld/Silber zu besitzen, nichts Schlechtes ist, aber wie unser Herz zum Reichtum steht, ist das Entscheidende:

1Tim 6,10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.
Hebr 13,5 Euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe! Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist; denn er selbst hat gesagt: »Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!« (5Mo 31,6)

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1.Mose 14,13 Hebräer
Siehe hierzu auch Glossar-Eintrag “Heber“.

Abraham wird als erster Hebräer genannt. Hebräer bedeutet so etwas wie “Hinübergehender, Überschreitender”.

Man könnte viele biblische Bilder mit dem Sinn dieses Wortes verknüpfen. Eines davon wäre sicherlich: der vom Tod ins Leben übergehende Gläubige, der durch getane Buße und Glauben an den Messias Abrahams Same wird (Gal 3,29).

1.Mose 14,18 Priester
Ein unfassbar umfangreiches Konzept verbirgt sich hinter einem Priester. Eines der Gründe warum das so ist, ist das Ziel, das der Höchste mit seinem Volk vorhatte: Er hatte vor, sie alle zu einem für ihn abgesonderten Volk aus Priestern zu machen:

2Mo 19,6 und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Kindern Israel reden sollst.

Dieses Vorhaben hat sich bis heute nicht geändert – im Gegenteil. Wir lesen hierzu aus dem Erneuerten Bund:

1Petr 2,5 so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. (siehe hierzu auch 1Petr 2,9)

Offb 5,9 Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, 10 und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.

[Anmerkung am Rande: Wir sind durch den Sohn Gottes, für Gott, zu Königen und Priestern gemacht worden, wobei er, unser Herr Jeschua, der König der Könige und der Priester aller Priester ist (also der Hohepriester nach der Weise Melchisedeks).]

Abschließend noch kurz die vordergründigsten Aufgaben eines Priesters:

dienen (für Gott und für Menschen)
vermitteln (zwischen Gott und den Menschen und zwischen Mensch und Mensch)
den Willen Gottes umsetzen und so Vorbild für andere sein

u.v.m.

Man könnte es auch noch einfacher formulieren: Dem Vorbild unseres Herrn als Hohepriester folgen.

1Joh 2,6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. 7 Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang an gehört habt.

1.Mose 15,6 Glaube
Hebr 11,1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Röm 10,17 Demnach kommt der Glaube aus dem Gehörten (Verkündigung), die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

Dies sind biblische Definitionen vom “Glauben”.
Der Glaube hat immer etwas mit einem Bezeugen der Wahrheit zu tun – sofern es der wahre Glaube ist. Daher hängen im Hebräischen diese Wörter auch zusammen: Wahrheit (emet), glauben (aman) und von diesen stammt unser “Amen” ab.
Der Gaube ist kein bloßes Lippenbekenntis, sondern ein Leben in guten Werken, in denen wir im Glauben wandeln sollen (Eph 2,10). Dieser bezeugte Glauben sollte und muss also immer mit Werken einhergehen. Falls nicht, sagt uns das Wort Gottes, dass dieser Glaube tot ist:

Jak 2,20 Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist? 21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? 22 Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde?

1.Mose 16,7 Engel
Viel mehr Bote oder Gesandter; hier in 1Mo 16,7 ein spezielles von Gott gesandtes himmlisches Wesen, was wir vorrangig als “Engel” bezeichnen (an dieser Stelle ist der eine bestimmte Engel JHWHs und nicht irgendein Bote). Jedoch ist “Engel” ein fiktiver Begriff, der nichts aussagt. Wohingegen das hebräische Wort “malak” nicht ausdrücklich für “Engel” benutzt wird, sondern auch Menschen können “malak”, also Engel, folgerichtiger: Boten oder Gesandte sein, wie z.B. in:

1Mo 32,4 Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau, in das Land Seir, das Gebiet von Edom.

Man könnte es anders formulieren:

“malak” wir je nach Zusammenhang in deutschen Bibeln mit Engel oder Gesandter/Bote übersetzt. Ist es ein himmlisches Wesen, steht immer “Engel” da, ist es ein menschlicher “malak”, so wird es mit Gesandter, Bote oder dergleich übersetzt.

1.Mose 17,5 Namensänderung/Name
Hier in 1Mo 17,5 finden wir die erste Namensänderung in den Heiligen Schriften. Aus Abram, erhabender Vater, wird Abraham, ein Vater einer Menge (von Nationen): “… denn zum Vater einer Menge Nationen habe ich dich gemacht.”.

Meist folgt die Erklärung der Namensgebung bzw. -änderung gleich im Anschluss. So z.B. auch in

1Mo 32,29 Da sprach er: Nicht Jakob soll fortan dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast gesiegt.

D.h. also, dass wir meist den Grund und das Verständnis für den Namen direkt erklärt bekommen.

Ein Name kann für folgendes stehen:

Bestätigung einer Verheißung (z.B. Abraham 1Mo 17,5)
Bestätigung eines Ereignisses (z.B. Israel 1Mo 32,29)
Bestätigung bzw. eine Begründung für einen Umstand (z.B. Levi, 1Mo 29,34)
Umstand bei Namensgebung (z.B. Juda, 1Mo 29,35)
Funktion/Aufgabe (z.B. Jehoschua = Jehova rettet bzw. Jeschua = Rettung, Heil)
Wesen/Charakter (JHWH = Ich bin, der ich bin bzw. ich werde sein, der ich sein werde)

Anders gesagt: Namen haben eine Bedeutung und stehen für etwas. Sie sind nicht zwingend alle “gottgefügt”, denn ansonsten wäre jeder Mose ein Mose, jeder Jakob ein Jakob, jeder Saul ein Saul usw.
Aber die Namensgebungen durch den Höchsten haben sehr wohl eine enorme Bedeutung – wie wir bereits gesehen haben.

Sein eigener Name unterstreicht die Funktion eines Namens an sich. Wie ist das gemeint?

יהוה JHWH, der Eigenname Gottes ist der Name aller Namen, weil er die einzige Name ist, der aussagt wofür ein Name steht; nämlich für: “Ich bin, der ich bin”.

Anders formuliert:
Namen beschreiben etwas, nämlich das, was derjenige ist. Und יהוה definiert das, indem es aussagt: Mein Name bin ich oder ich bin mein Name.
Beispiel:
Wer ist Abraham? Abraham würde sagen: Ich bin Abraham … ich bin mein Name, nämlich der Vater vieler Völker.
Wer ist Israel? Er würde sagen: Ich bin Israel … ich bin derjenige, der mit Gott gerungen hat.
usw.

Wir möchten betonen: Namen sind nicht unbedeutend!

1.Mose 18,3 Knecht
Auch wenn das Wort das erste Mal in 1Mo 9,25 vorkommt, haben wir uns für diese Stelle hier entschieden. Denn hier wird zum ersten Mal gezeigt, dass sich ein Mensch (in dem Fall Abraham) freiwillig als Knecht gegenüber Gott sieht.

Im Hebräischen Wort “ebed” steckt das Wort “abad” (exakt die gleichen hebräischen Buchstaben); es steht für “arbeiten, dienen”. Ein Knecht Gottes, ist also einer, der für Gott arbeitet und ihm dient.

Heutzutage liest und hört man immer häufiger, dass wir nun in Christus nicht mehr Knechte seien, weil wir nun die Freunde unseres Herrn sind (Joh 15,15) und die Söhne unseres Vaters (Gal 4,7). Diese Aussagen Freunde und Söhne stimmen natürlich, denn sie stehen ja geschrieben. Sie sind gleichzeitig aber auch ein Paradebeispiel dafür, wie man Passagen im Zusammenhang und die Heiligen Schriften als ein Ganzes lesen und verstehen muss. Man kann nicht einzelne Verse herauspicken und ganze Dogmen drum herum aufbauen. Für unseren betrachteten Fall bedeutet das folgendes: Wir sind durchaus Knechte bzw. du bist ein Knecht, sofern du es sein möchtest. Es ist, wie bei Abraham auch, eine freiwillige (Herzens-)Entscheidung.

Wir dürfen mitteilen, dass andere sich ebenfalls als solche bezeichneten – ja sogar “stolz” hervorhoben. Wir lesen:

Röm 1,1 Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes

Jak 1,1 Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind!

2Petr 1,1 Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi

Jud 1,1 Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind

Offb 1,1 Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt

Fällt einem etwas auf? Die Schreiber des sog. “Neuen Testamentes” (genauer: “Erneuerten Bundes”) betiteln sich als Knechte. Und zwar ausnahmslos alle.

Selbst unser Herr Jeschua (Jesus) war ein Knecht:
Apg 3,13a Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht;

1.Mose 18,23 Gottloser
Das Wort sagt alles aus, was man darüber wissen muss. Lediglich eines sollten wir dabei alle nie vergesen, dass wir selbst gottlos waren: Röm 5,6 Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Röm 11,26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, 27 und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde«
1.Mose 19,3 ungesäuert
Die Vordergründigste Bedeutung zuerst: Brot ohne Sauerteig, das mal schnell backen kann.

Später zum Fest der Ungesäuerten Brote auch Brot der Eile genannt, da der Bezug zum schnellen Auszug aus Ägypten klar werden soll. Man will ja so schnell wie möglich aus der Sklavenschaft raus und mit Gott ins verheißene Land wandern. So wie heute auch 🙂

Unser Herr stellt später noch einen anderen Bezug her:

Mt 16,6 Jesus aber sprach zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! … 11 Warum versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht wegen des Brotes gesagt habe, dass ihr euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer hüten solltet? 12 Da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

Das gleiche Phänomen haben wir auch heute. Das Christentum ist durchsäuert durch allen möglichen Sauerteig, wie z.B. der Römisch-Katholischen Kirche, der Esoterik, dem Humanismus, auch dem Judaismus usw.
Vor all diesen sollen wir uns hüten. Wir sollen geheiligt durch das Wort der Wahrheit und so ungesäuert sein:

1Kor 5,6 Euer Rühmen ist nicht gut! Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 7 Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid! Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus. 8 So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.

1.Mose 19,16 erbarmen/Barmherzigkeit
In dem Wort “erbarmen” verbirgt sich das Wort “Mitleid und Verschonung”. Der Grund ist vielleicht in einem Satz erklärt. Diese Aussage zeigt auch den klaren Unterschied zwischen Gnade und Barmherzigkeit (Begriffe, die oft miteinander verwechselt werden):

Aus Barmherzigkeit bekommen wir nicht das, was wir verdienen und aus Gnade bekommen wir das, was wir nicht verdienen.

Vielleicht kann man die beiden “das” in diesem Satz schon selbst ausfüllen:

Aus Barmherzigkeit bekommen wir nicht die Strafe, die wir verdienen. Aber aus Gnade bekommen etwas, was wir ganz sicher nicht verdient haben, nämlich die Verheißung des ewigen Lebens.

Bei Barmherzigkeit wird man aus Mitleid verschont und bei der Gnade erhält man ein unverdientes Geschenk.

1.Mose 20,7 bitten/beten
Gebet im Sinne von Bitte bzw. Fürbitte und nicht im Sinne von Anbetung bzw. Huldigung. Siehe hierzu 1Mo 24,26 anbeten. Gebet ist mit das Wichtigste in unserem Wandel mit Gott. Es gab und gibt Männer als auch Frauen Gottes, deren Hauptaufgabe war und ist, ihr Leben dem Gebet zu widmen (z.B. Lk 2,36-37). Bücher um Bücher wurden mit diesem ganz, ganz zentralen Thema in unserem Glaubensleben gefüllt. Unser Fokus hier aber soll v.a. wieder der Zusammenhang sein, in dem dieses Wort uns zum ersten Mal in der Torah begegnet: 1Mo 20,7 … denn er ist ein Prophet und wird für dich bitten, und du wirst am Leben bleiben. … Auch im erneuerten Bund lesen wir das erste Vorkommen in einem vergleichbaren Zusamenhang: Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen Das zentrale Element dieser Gebete sind nicht die Personen selbst, die beten, sondern die Betenden tun Fürbitte für andere Menschen. Es ist also nicht das weitverbreitete “Gott gib mir bitte dies und Gott hilf mir bitte dabei” (was auch völlig OK ist), sondern die Fürsprache für eine andere Person. Das ist das, was u.a. ein Priester des Höchsten tut. Und zu genau diesen Priestern sind wir alle von Gott durch seinen Sohn berufen worden (Offb 1,5-6). Priester sind Mittler, Fürbitter und Fürsprecher für das Volk, so wie es unser Herr Jeschua als höchster aller Priester (Hebr 2,17) und als bester aller Mittler (1Tim 2,5) für uns war und ist. Wir folgen ihm bedingungslos nach (Lk 9,23) und wollen wandeln, wie jener gewandelt ist (1Joh 2,6); wir wollen, ohne nachzulassen beten (1Thes 5,17, Lk 18,1-8) – für uns selbst, aber v.a. für andere. Wir führen den Dienst unseres Herrn, Menschen mit Gott zu versöhnen fort … 2Kor 5,18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; 19 weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! … und treten natürlich auch für unsere Geschwister ein: Jak 5,16 Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Und wenn unsere Fürbitte im Willen Gottes ist und wir den Willen Gottes (seine Gebote) tun, dann werden unsere Gebete auch erhört – immer: 1Joh 3,22 und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. 1Joh 5,14 Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Nicht unwichtig ist es, zu wissen, zu wem wir beten …
1.Mose 20,11 Gottesfurcht
Leider oft mit “Frömmigkeit” oder “Gottseligkeit” wiedergegeben, weil manche Übersetzer meinen, dass “Furcht” nicht zu ihrem Gott passe. Jedoch sind wundervolle Zusagen Gottes mit der rechten Furcht vor ihm verbunden. Ehe wir zu den Versen kommen, möchten wir betonen, was die Furcht nicht ist: Sie hat nicht zwingend etwas mit Angst (schon gar nicht mit der Angst vor Strafe) zu tun, sondern vielmehr mit dem höchsten Maß an Ehrerbietung, Respekt und Ehrfurcht – genauso wie ein Kind seinen Vater fürchten sollte. Ps 103,11 Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über denen, die ihn fürchten; 13 Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. 17 Die Güte des HERRN aber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskinder hin 18 für die, die seinen Bund halten und sich an seine Vorschriften erinnern, um sie zu tun. Jes 11,2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 3a Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. … [Prophezeiung auf unseren Herrn Jeschua] Offb 14,6 Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. 7a Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre … 1Tim 3,16a Und anerkannt groß ist das Geheimnis derGottesfurcht… 1Tim 6,11 Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit,Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut! Ps 25,14 Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen. 5Mo 10,12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, denHERRN, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu liebenund dem HERRN, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, 13 indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, hältst, dir zum Guten? Pred 12,13 Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch. usw. usf.
1.Mose 21,23 schwören
Es ist häufig zu hören, dass wir in Christus nicht schwören dürfen. Als Grundlage werden oft die Verse aus Mt 5,33ff genommen. Jedoch ist dort der Zusammenhang, dass man

nicht falsch schwören soll (wie es in 3Mo 19,12 steht)
die Menschen dort die Wichtigkeit ihres Schwures anhand von Gegenständen und dergleichen gewichteten (je heiliger der Gegenstand desto wichtiger der Schwur) und
[das ist die Schlussfolgerung, die unser Herr hier aufzeigt:] lieber unser Wort an sich so in Stein gemeiselt sein sollte, dass wir zur Untermauerung erst gar nicht zu schwören brauchen.

Für uns, die wir an den Bund glauben und die Torah befolgen gilt:

5Mo 10,19 Und ihr sollt den Fremden lieben; denn ihr seid Fremde gewesen im Land Ägypten. 20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhangen, und bei seinem Namen sollst du schwören.

1.Mose 22,1 prüfen/versuchen
Hier wird nicht das negative “Versuchen” behandelt. Hierzu siehe Glossar-Eintrag “versuchen“.

Nebst dieser negativen, gibt es die positive, göttliche Versuchung, vielmehr Prüfung, die gut ist.
Die Heiligen Schriften machen diesen Umstand sehr, sehr klar. Das Verständnis darüber ist wichtig, ja sogar sehr wichtig für das Leben mit Gott. Denn ansonsten könnte es leicht geschehen, dass man nicht ganz nachvollziehen kann, warum gewisse Dinge im Glaubensleben geschehen.
Hierzu eine kleine Auswahl von Versen, die das Verständnis zum Thema “Versuchung/Prüfung” schärfen können:

1Kor 10,13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.

Jak 1,12 Glückselig der Mann, der die Prüfung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die er denen verheißen hat, die ihn lieben.

1Petr 4,12 Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes;

In diesen Zusammenhängen versteht man vielleicht nun viel besser, die Vorgehensweise Gottes im sog. “Alten Testament”, zu dem ja leider viele sagen, dass das der böse Gott des Alten Testamentes sei. Jedoch haben wir gelesen, dass die Prüfungen elementarer Bestandteil eines jeden Gläubigen sind. Daher auch die Prüfung Abrahams, der der Glaubensvater aller wurde, in dem er die Glaubens- und Gehorsamsprüfung bestand:

1Mo 22,1 Und es geschah nach diesen Dingen, dass Gott Abraham prüfte; … 16 und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, dass, weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, 17 ich dich reichlich segnen und …

Auch Israel wurde geprüft, so auch wir.

5Mo 8,2 Und du sollst dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, dich hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

5Mo 13,4 so sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat; denn der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt.

Daher: Werden wir heute nicht mindestens genau so versucht/geprüft wie sie damals, dann stimmt etwas nicht mit unserem Glaubensleben, denn wir haben nun die Kraft des Höchsten in uns, den Heiligen Geist Gottes, der alles überwinden kann.

1.Mose 22,2 lieben
In 1Mo 22,2 kommt zum ersten Mal das Wort “lieben” in den Heiligen Schriften vor. Das Wort, worum sich die ganze Schrift dreht. 🙂
Dieses erste Vorkommen an dieser Stelle ist sicherlich kein Zufall, denn hier liebt ein Vater seinen “einzigen” Sohn, der für den Glauben geopfert werden soll. Es ist ein Sinnbild für die Liebe des Vaters zu seinem “einzigartigen” Sohn und seinem Opfer für uns.

Viel gäbe es zu diesem Wort zu sagen und viele haben bereits unsagbar viel dazu gesagt. Wir möchten wie immer, die Schrift für sich sprechen lassen und den Eintrag so kurz wie möglich halten.

Hierzu machen wir an dieser Stelle etwas total untypisches für unseren Glossar – wir erzählen etwas Privates:
Erst vor ein paar Tagen hatten wir ein Gespräch mit einem Freund und es ging um das Thema “Freundschaft” und dass er das Gefühl habe, dass er nicht mehr so wichtig für uns sei wie früher. Als wir fragten woran er dies festmache, kam mehr oder weniger eine (kurze) Palette an Punkten, die wir nicht mehr erfüllen. Wir versuchten ihm klarzumachen, dass diese Punkte persönliche Anforderungen seinerseits sind, die nichts mit wahrer Liebe zu tun haben, sondern eher etwas mit der Befriedigung seiner Wünsche (biblisch gsprochen: die Befriedigung des Fleisches).
Als er nun seinerseits fragte, woran wir denn Liebe festmachen würden (also was ein “Maßgeber” für Liebe wäre), dauerte es ein wenig bis unsere Antwort kam (warum auch immer). Sie lautete:
Nicht wieviel meiner Anforderungen erfüllt mein Gegenüber, sondern wieviel von mir selbst bin ich bereit für ihn/sie aufzugeben, ist ein “Indikator” für Liebe.

Darum geht es: Wieviel gebe ich von meinem Leben für Vater und Sohn auf? Wie viel von mir gebe ich für meinen Bruder, Schwester, Freund, Nächsten auf? Wie zeigt Gott uns das “wahre Lieben” vor?

Röm 5,6 Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. 7 Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. 8 Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

1Joh 4,8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 9 Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 10 Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden. 11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.
[Und am Rande unsere Liebe zu Gott: 1Joh 5,3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.]

Daher sollen wir auch so Gott lieben, unsere Frauen so lieben und unsere Freunde/Brüdern/Schwestern so lieben:

Mt 16,24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

Eph 5,25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat

Joh 15,13 Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde.

1.Mose 24,26 anbeten/sich niederbeugen
Loben, erinnern und danken, preisen, ehren, auf’s Angesicht fallen, huldigen u.v.m. sind Teile der Anbetung und somit auch Teil unseres Gebets.
Die Schrift gibt uns an mehreren Stellen klar zu erkennen {vom Wunder der Schöpfung (Ps 148, insb. Vers 5) über sein Hinzuwenden zu seinem Volk und ihrer Errettung (Ps 136, inbs. Vers 11) bis hin zum größten Wunder Gottes: seinem Sohn Jeschua unserem Erretter (Joh 5,20)}, dass die von Gott gewirkten Wunder uns dabei helfen sollen, ihm Lob, Dank und Ehre zukommen zu lassen. Direkt in den “Zehn Worten”” (Zehn Geboten) ist diese Erinnerung verankert:
2Mo 20,2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft.
Der Sabbattag selbst, der ein Ruhe- als auch ein Gedenktag ist, ist ein weiterer deutlicher Hinweis, wie wichtig es unserem himmlischen Vater ist, dass wir uns an seine Taten erinnern, denn diese Taten zeigen uns wie und wer er wirklich ist. An zwei ganz spezielle Wunder sollen wir ganz besonders gedenken und diese mindestens einmal die Woche uns in Erinnerung rufen – das ist sein Gebot:
2Mo 20,8 Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun; 10 aber der siebte Tag ist Sabbat dem HERRN, deinem Gott: Du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und dein Fremder, der in deinen Toren ist. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
5Mo 5,15 Und erinnere dich daran, dass du ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat; darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern.

Das Konzept des Erinnerns und Gedenkens an seine Wundertaten begegnet uns immer und immer wieder in den Heiligen Schriften. Sogar der Allwissende selbst gedenkt:
2Mo 2,24 Und Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob;
Wie viel mehr sollten wir es dann tun? Erst recht, wenn er es immer und immer wieder wiederholt:
5Mo 24,22 Und du sollst dich daran erinnern, dass du ein Knecht im Land Ägypten gewesen bist; darum gebiete ich dir, dies zu tun.
Er will uns zeigen, dass wir es nie vergessen sollen, dass wir eins Sklaven der Lüge dieser Welt waren und durch die Gnade und Wahrheit unseres Erretters befreit wurden. Alle Anbetung gebührt ihm und seinem Sohn:
Offb 5,13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist, und was auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Für uns gilt: Lasst uns an seine individuellen Wunder in unserem Leben immer und immer wieder erinnern, lasst uns Kraft darauf schöpfen und lasst uns diese Wunder unter den Menschen kundtun, damit sie hören, dass er lebt und liebt:
Jes 12,2 Siehe, Gott ist meine Rettung, ich vertraue, und fürchte mich nicht; denn Jah, der HERR, ist meine Stärke und mein Gesang, und er ist mir zur Rettung geworden. – 3 Und mit Wonne werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen der Rettung, 4 und ihr werdet sprechen an jenem Tag: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern kund seine Taten, verkündet, dass sein Name hoch erhaben ist! 5 Besingt den HERRN, denn Herrliches hat er getan; dies werde kund auf der ganzen Erde!

1.Mose 24,27 Wahrheit
Was ist Wahrheit? Joh 17,17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Ps 119,142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und deinGesetz ist Wahrheit. Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheitund das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! 1Joh 5,6 Er ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist, Jesus der Christus; nicht durch Wasser allein, sondern durch Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis gibt, weil derGeist die Wahrheit ist. Im Hebräischen stammt das Wort für Wahrheit (emet) von der Wurzel “aman” ab, was wiederum “glauben und treu sein” bedeutet. Die Wahrheit (emet) ist also unmittelbar mit dem Glauben (aman) verbunden – daher stammt auch unser “Amen” ab. Abschließend weitere wichtige Verse: 1Tim 2,4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Joh 8,32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!
1.Mose 25,31 Erstgeburtsrecht
Obwohl uns das Wort zuerst in 1Mo 4:4 begegnet (als Abel dem Höchsten von den “Erstlingen” seiner Herde eine Gabe darbrachte) wird es hier (und an weiteren Stellen) mit “Erstgeburtsrecht” übersetzt, wobei das Verständnis von “Recht” nicht in dem Wort enthalten ist. Es ist eher ein Status mit dem sowohl Rechte als auch Pflichten verbunden sind. Diesen Status verachtet Esau und verkauft ihn dann an Jakob.

Es gibt zwei (von insg. vier) Stellen in der Schrift, in der uns das Wort Erstgeburt (hebr. bekor) und das Wort für Erstgeburtsrecht (hebr. bekorah) begegnet:

1Mo 43,33 Und sie saßen vor ihm, der Erstgeborene [hebr. bekor] nach seiner Erstgeburt [hebr. bekorah] und der Jüngste nach seiner Jugend; und die Männer sahen einander staunend an.
Sozusagen sitzt der Erstgeborene nach dem Recht des Erstgeborenen an erster Stelle.
1Chr 5,1 Und die Söhne Rubens, des Erstgeborenen [hebr. bekor] Israels (denn er war der Erstgeborene [hebr. bekor]; weil er aber das Lager seines Vaters entweiht hatte, wurde sein Erstgeburtsrecht [hebr. bekorah] den Söhnen Josephs, des Sohnes Israels, gegeben; aber er wird nicht nach der Erstgeburt [hebr. bekorah] verzeichnet. 2 Denn Juda hatte die Oberhand unter seinen Brüdern, und der Fürst kommt aus ihm; aber das Erstgeburtsrecht [hebr. bekorah] wurde Joseph zuteil)

1.Mose 26,5 Gesetz/Torah
Wir haben zuvor, als wir zum ersten Mal dem Wort “Sünde” begegneten, gesehen, dass es so etwas wie das “Ziel verfehlen” bedeutet. In dem Wort “Torah”, was viel mehr Weisung oder Lehre bedeutet, steckt das Wort “yara” als Wurzel drin, was u.a. lehren, hinweisen, aber auch schießen bedeutet. Bildlich gesprochen, kann man sagen: Sünde ist die Verfehlung des Ziels, wobei die Torah immer das Ziel trifft – d.h. den Willen Gottes wiedergibt.
Ps 40,9 Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; und dein Gesetz ist im Innern meines Herzens.

Gesetz ist Wahrheit (Ps 119,142), heilig & gut (Röm 7,12), ewig (Jes 40,8), unaufhebbar (Röm 3,31), vollkommen (Ps 19,8) und vor allem Liebe (1Joh 5,2-3) ist?

Aus diesem und vielen anderen Gründen kann das Gesetz unmöglich aufgehoben sein, da es den Willen Gottes widerspiegelt. Diese himmlischen Weisungen sind uns aus Liebe und Fürsorge gegeben worden. Sie sind unser Garant dafür, dass wir, wenn wir sie bewahren und tun, wir in unserem Leben immer ins “Schwarze” treffen. Denn das Gesetz ist ewig, unauflösbar und wird durch unseren Glauben nur noch mehr zur Geltung gebracht:
Mt 5,17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Weisungen der Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen, sondern um sie zu erfüllen und ihnen volle Geltung zu verschaffen. [Gute Nachricht Bibel] Das „Erweiterte Strongs Lexikon“ bestätigt diese Übersetzung und erklärt das Wort „pleroo“ mit: „voll machen, auffüllen, bis zum Rand anfüllen, vervollständigen“. Also das genaue Gegenteil von einer „Abschaffung“ des Gesetzes.
Mt 5,19 Wer darum eines dieser Gebote – und wäre es das geringste – für ungültig erklärt und die Menschen in diesem Sinn lehrt, der gilt im Himmelreich als der Geringste. Wer aber danach handelt und entsprechend lehrt, der gilt viel im Himmelreich.
Lk 16,17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.

Man hört oft: Aber ist nicht dadurch, dass wir alles vom Glauben an Jesus abhängig machen, das Gesetz außer Kraft gesetzt worden?
Röm 3,31 Setzen wir nun dadurch, dass wir alles vom Glauben abhängig machen, das Gesetz außer Kraft? Keineswegs! Das Gegenteil ist der Fall: Wir bringen das Gesetz dadurch erst richtig zur Geltung.

Wenn dich dich die Gültigkeit des Gesetzes interessiert, dann sieh doch mal hier bei diesem Quiz vorbei …

1.Mose 26,5 Gebot
1Mose 26,5 weil Abraham meiner Stimme gehorcht und meine Vorschriften, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze beachtet hat.

Hier haben wir gleich vier wichtige Punkte in einem Vers:

Vorschrift
Gebot
Satzung
Gesetz

ZuGesetz, also hebr. “Torah” haben wir einen eigenständigen Glossar-Eintrag.

Zu den anderen drei Punkten in aller Kürze:

Vorschrift, hebr. “mischmeret”, von mischmar stammend, dessen Wurzel wiederum “schamar” ist und “bewachen” bedeutet.
“Mischmeret” wird am häufigsten mit “Dienst” übersetzt, was wiederum bedeutet, dass der Dienst, den v.a. die Leviten und Priester tun, etwas mit einer “Bewachung” zu tun hat. Wir sind in unserem Herrn Jehoschua Priester nach der Ordnung Melchisedeks und sollen die Gebote Gottes halten und tun. Hinter diesem”Halten” verbirgt sich “shamar”; d.h. wir sollen die Gebote Gottes bewachen und tun.

Gebot, hebr. “mizwa”, von der Wurzel “zawa”, was so viel wie befehlen, gebieten bedeutet.

Satzung, hebr. “chukka”, von der Wurzel “chakak”, was festsetzen, bestimmen und dergleichen bedeutet.

1.Mose 26,5 Satzung
1Mose 26,5 weil Abraham meiner Stimme gehorcht und meine Vorschriften, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze beachtet hat. Hier haben wir gleich vier wichtige Punkte in einem Vers: Vorschrift Gebot Satzung Gesetz Zu Gesetz, also hebr. “Torah” haben wir einen eigenständigen Glossar-Eintrag. Zu den anderen drei Punkten in aller Kürze: Vorschrift, hebr. “mischmeret”, von mischmar stammend, dessen Wurzel wiederum “schamar” ist und “bewachen” bedeutet. “Mischmeret” wird am häufigsten mit “Dienst” übersetzt, was wiederum bedeutet, dass der Dienst, den v.a. die Leviten und Priester tun, etwas mit einer “Bewachung” zu tun hat. Wir sind in unserem Herrn Jehoschua Priester nach der Ordnung Melchisedeks und sollen die Gebote Gottes halten und tun. Hinter diesem”Halten” verbirgt sich “shamar”; d.h. wir sollen die Gebote Gottes bewachen und tun. Gebot, hebr. “mizwa”, von der Wurzel “zawa”, was so viel wie befehlen, gebieten bedeutet. Satzung, hebr. “chukka”, von der Wurzel “chakak”, was festsetzen, bestimmen und dergleichen bedeutet.
1.Mose 26,5 Vorschrift
1Mose 26,5 weil Abraham meiner Stimme gehorcht und meine Vorschriften, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze beachtet hat.

Hier haben wir gleich vier wichtige Punkte in einem Vers:

Vorschrift
Gebot
Satzung
Gesetz

Zu Gesetz, also hebr. “Torah” haben wir einen eigenständigen Glossar-Eintrag.

Zu den anderen drei Punkten in aller Kürze:

Vorschrift, hebr. “mischmeret”, von mischmar stammend, dessen Wurzel wiederum “schamar” ist und “bewachen” bedeutet.
“Mischmeret” wird am häufigsten mit “Dienst” übersetzt, was wiederum bedeutet, dass der Dienst, den v.a. die Leviten und Priester tun, etwas mit einer “Bewachung” zu tun hat. Wir sind in unserem Herrn Jehoschua Priester nach der Ordnung Melchisedeks und sollen die Gebote Gottes halten und tun. Hinter diesem”Halten” verbirgt sich “shamar”; d.h. wir sollen die Gebote Gottes bewachen und tun.

Gebot, hebr. “mizwa”, von der Wurzel “zawa”, was so viel wie befehlen, gebieten bedeutet.

Satzung, hebr. “chukka”, von der Wurzel “chakak”, was festsetzen, bestimmen und dergleichen bedeutet.

1.Mose 26,14 Eifersucht/Neid/Eifer
Eifersucht, Neid, Eifer

Im Hebräischen gibt es für unsere drei Wörter eines “kana”, wobei je nach Zusammenhang verstanden werden muss, was genau gemeint ist. Ferner gibt es ein weiteres verwandtes Wort “kina”, welches in den vorkommenden Stellen sich mehr auf Eifer bezieht (selbst in 4Mo 5 wäre die bessere Übersetzung “Eifer”). Wenn der Allmächtige selbst “eifert” oder “eifersüchtig” ist, dann gibt es ein bestimmtes Wort (hebr. “kanna”), dass auschließlich auf ihn bezogen verwendet wird. Dazu gleich mehr.

In unserem heutigen Verständnis bzw. der Programmierung der Gesellschaft, sagt uns die Welt mehr und mehr, dass es nicht richtig und ein Zeichen von Schwäche sei, eifersüchtig zu sein. Das mag stimmen, wenn die Eifersucht aus mangelnder (Selbst-)Sicherheit oder dergleichen kommt. Wenn wir aber lesen, dass Gott selbst sich als einen eifernden und eifersüchtigen Gott beschreibt (z.B. in den Zehn Worten/Geboten 2Mo 20,5) oder einen Pinehas lobt, wenn er eifert (4Mo 25,11 “kana” und “Kina” kommen in diesem Vers vor).

2Mo 34,14 Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten. Denn der HERR, dessen Name »Der Eifersüchtige« ist, ist ein eifersüchtiger Gott.

Hier lesen wir, dass sogar sein Name “Eifersüchtig/Eiferer” ist. Er ist es deswegen, weil er sein Volk, seine Kinder liebt – sie sind sein Augapfel:

5Mo 32,9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob die Schnur seines Erbteils. 10 Er fand ihn im Land der Wüste und in der Öde, dem Geheul der Wildnis; er umgab ihn, gab auf ihn Acht, er behütete ihn wie seinen Augapfel.

Seine Eifersucht rührt daher, dass er uns liebt:

5Mo 7,7 7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern; 8a sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen hat …

Er ist nicht “eifersüchtig”, weil er Selbstzweifel hat, sondern weil seine Liebe so groß ist, dass er keinen anderen Gott/Götzen neben sich duldet. Er beschützt sein Volk, seine Braut, wie es ein Ehemann tun würde (Jer 3,14).

1Mose 27,34 Bitterkeit
Hebr 12,15 Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden, 16 dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte. 17 Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße.

Diese Verse machen klar, dass die Bitterkeit in uns so weit gehen kann, dass wir nicht einmal mehr bereuen können, weil wir so dermaßen verbittert sind, dass wir entweder dem gegenüber oder uns selbst nicht mehr vergeben wollen. Und wenn wir nicht wollen, kann uns Gott auch bei unserem Leid der Bitterkeit nicht helfen. Anders formuliert: Unser Herz ist verhärtet und ist in diesem Zustand nicht mehr zur Buße fähig, weil das Herz nicht vergeben will und somit dann auch nicht kann. Aber Vergebung wäre in diesem Fall das Allheilmittel:
Eph 4,30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung! 31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. 32 Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Wir betrüben den Geist Gottes in uns, wenn wir bitter sind. Wir wandeln gemäß dem Fleisch und nicht gemäß dem Geist. Wenn wir aber alle Bitterkeit und Bosheit durch Freundlichkeit, Barmherzigkeit u.v.a. Vergebung niederringen, werden wir – als für die Versöhnung dienende Knechte – Frieden bringen:
2Kor 5,18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; 19 weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 20a So sind wir nun Botschafter für Christus …

1.Mose 29,35 Juda/Juden
Juda, hebräisch “Jehuda”, was so viel wie “gepriesen” oder “Lobpreis” bedeutet, wie es die Stelle bereits uns selbst auslegt:

1Mo 29,35 … Diesmal will ich den HERRN preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda. …

Von diesem Wort stammt auch unser deutsches Wort “Jude/n” ab. Juden (hebr. Jehudi) sind also die Nachfahren aus dem Stamm Juda (hebr. Jehuda) bzw. aus dem Haus Juda (siehe hierzu die Lesung “Und er ließ sich nieder” und die Entstehung Israels und Judas).
Damit man nicht durcheinanderkommt (da heutzutage der Begriff “Israel” und “Juden” verwechselt bzw. falsch gebraucht wird), kann man sich folgendes merken:
Jeder Jude ist ein Teil Israels, aber nicht jeder Israelit ist Jude.
Am Berg Sinai, als die Torah (Weisungen, Gesetz) gegeben wurde, wurde diese nicht den Juden allein gegeben (sie waren nur eines von zwölf Stämmen), sondern allen zwölf Stämmen Israels.

Gerne kannst du dich hier ein wenig näher mit dem biblischen Verständnis und dem Gebrauch des Begriffes “Juden” beschäftigen. 

1.Mose 32,21 Versöhnung
… oder auch Sühnung (tun), wobei das Wort eigentlich viel mehr ein “Bedecken” wiedergibt, so wie es auch bei seinem ersten Vorkommen in 1.Mose 6,14 benutzt wird, als Noah die Arche mit Harz “bedeckte/überzog”.

Dieses Wort wird übrigens im Tanach (Altes Testament) für die “Vergebung/Sühnung” der Sünden benutzt. Mit dem Verständnis einer “Be- bzw. Zudeckung” der Sünden macht die Versöhnung zu den Zeiten der Vorväter wesentlich mehr Sinn, denn wir wissen:

Hebr 10,4 Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen!

Die Sünden wuerden damals also nur “zugedeckt”, aber nicht vollends vergeben, denn die wahre Vergebung und Versöhnung mit Gott, dem Vater ist nur durch den Sohn Gottes möglich:

Kol 1,13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.

Und weil wir diese Vergebung unserer Sünden erhalten haben, wie könnten wir da nicht jedem Menschen alle Vergehen vergeben, barhmherzig sein und immer für die Versöhnung arbeiten und danach streben?! Das ist die Pflicht eines jeden, der sagt, dass er wahrhaftig seinem Herrn Jeschua (Jesus) folgt.

Eph 4,31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. 32 Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Mt 18,21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal? 22 Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!

Wir sind angehalten zu lieben, sogar unsere Feinde:

Lk 6,27 Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch fluchen, und betet für die, welche euch beleidigen!

1.Mose 32,29 Israel
Israel bedeutet (mit) “Gott gerungen” und kann stehen für:

die “Person” Jakob (1Mo 32,29),
das verheißene “Land” (2Mo 32,13, Hes 11,17, …)
politischer “Staat“ im Nahen Osten (kaum bis keine biblische Grundlage)
oder das von Gott auserwählte „Volk”
5Mo 7,7 7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern; 8a sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen hat

Dieses Volk ist aktuell (seit ca. 722 v. Chr.) in die beiden Häuser Israel undJudageteilt:

1Kö 12,21 Und Rehabeam kam nach Jerusalem; und er versammelte das ganze Haus Juda und dem Stamm Benjamin, 180.000 auserlesene Krieger, um mit dem Haus Israel zu kämpfen, damit er das Königreich an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückbrächte.
Hebr 8,8a Denn er tadelt doch, indem er zu ihnen spricht: »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Judaeinen neuen Bund schließen werde;
[zur Entstehungsgeschichte der beiden Häuser und dem Unterschied zwischen einemJudenund einem Israeliten klicke auf die Links; wie immer gilt: 1Thes 5,21]

Das Volk Gottes “Israel” wurde, ist und wird nie ersetzt, verworfen oder verstoßen werden:

Röm 11,1a Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne!

1.Mose 34,18 Hure
Physisch eine Hure, geistlich ein Mensch, der sich Götzen aller Art zuwendet.

2Mo 34,15 dass du nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes und, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, man dich einlade und du von ihrem Schlachtopfer essest

Vorrangig sind damit wir alle gemeint. Wie das?
Da der Gläubige in Jeschua (Jesus) Abrahams Nachkomme (Gal 3,29) und somit Teil Israels ist (Röm 11), ist er auch die Braut des Allmächtigen. Israel, aufgeteilt in Haus Israel und Haus Juda(siehe Glossareintrag “Israel“), haben beide gehurt, wobei das Haus Israel die Ehe gebrochen hat und so geschieden wurde:

Jer 3,8 und ich sah, dass trotz all dem, dass ich die abtrünnige Israel, weil sie die Ehe gebrochen, entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben hatte, doch die treuloseJuda, ihre Schwester, sich nicht fürchtete, sondern hinging und selbst auch hurte.

Doch dem Haus Israel (also den verlorenen zehn Stämmen) gilt eine besondere Verheißung:

Jer 31,31 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Judaeinen neuen Bund schließen werde; 32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der HERR. 33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;

Das hurende, geschiedene Haus Israel wird durch den Sohn Gottes wieder geheiratet (durch Tod und Wiederauferstehung, sowohl von ihm als auch symbolisch von uns durch die Taufe und Wiederzeugung/-geburt, da auch wir gehurt haben):

Mt 15,24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Und am Ende steht die Hochzeit mit ganz Israel (Israel undJuda) an

Offb 19,7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

1.Mose 37,35 Scheol
Eigentlich Grube; somit das Verständnis des Grabes, bildlich auch “Totenreich”, aber nicht “Hölle” im Sinne von “Ort der Feuerqualen”. Der sogenannten “Hölle” am nähestenden kommende Begriff der Bibel wäre die Feuersee (Offb 19,20; 20,14-15), die ausschließlich im “Erneuerten Bund” (sog. Neuen Testament) vorkommt. Die sogenannte “Hölle” (griechisch “Gehenna”), die ebenfalls nur im NT vorkommt, ist das hebräische “Tal Ben Hinnom”, in dem Menschen mit Feuer verbrannt wurden:

2Chr 28,3 Und er räucherte im Tal des Sohnes Hinnoms und ließ seine Söhne durchs Feuer gehen, nach den Gräueln der Heidenvölker, die der HERR vor den Kindern Israels vertrieben hatte.

Von diesen Gräueltaten stammt das heutige falsche Bild der “Hölle” ab, wobei “Scheol” mit dem ganzen eigentlich gar nichts zu tun hat.

1.Mose 41,52 Ephraim


1.Mose 48,1 krank
Wir möchten an dieser Stelle weniger auf die Wortbedeutung eingehen, sondern die Möglichkeit nutzen und eine Lanze für unsere kranken Geschwister brechen. Es kommt nämlich vor (und das nicht zu wenig), dass man Krankheit immer mit Sünde verbindet. Es kann sein, dass es einen Zusammenhang gibt, muss es aber nicht. Man könnte jetzt viel zu diesem Punkt anbringen, möchten aber uns aber wie immer kurz halten und die Schrift für sich sprechen lassen:

Jak 5,14 Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn.
1Tim 5,23 Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins.

In beiden Fällen lesen wir nichts von einem “Sollen die Ältesten den Kranken zur Buße führen” oder “wegen deinem häufigen Unwohlseins überprüfe deinen Glaubenswandel.”.

Wir möchten aber noch einmal den Punkt vom Anfang wiederholen: Krankheit kann mit Sünde zusammenhängen, muss es aber nicht.
Also bitte Vorsicht Geschwister.

1.Mose 49,18 Rettung
Das erste Vorkommen ist sehr interessant, da es nahezu deplatziert wirkt: Mitten in den Verheißungen für die Zeit des Endes an die zwölf Stämme Israels lesen wir: 1Mo 49,18 Auf deine Rettung harre ich, HERR! Für Rettung steht im Hebräischen “Jeschua”, die Kurzform des Namens unseres Herrn. Anders formuliert könnte man sagen: Auf deinen Jesus harre ich, JHWH.
2.Mose 1,10 weise
hebr. “chakam” (da es mehrere Wörter für “Weisheit” gibt)

Die mit Abstand meisten Vorkommnisse dieses Wortes finden wir in den Sprüchen und im Prediger. Wen wundert’s – schließlich wurde der Großteil davon von Salomo, dem weisesten Menschen nach unserem Herrn Jeschua geschrieben. Einige Stellen dazu, die uns zeigen sollen, was weise ist oder was uns weise macht:

Spr 8,33 Hört Unterweisung und werdet weise, und verwerft sie nicht!
Spr 19,20 Höre auf Rat und nimm Unterweisung an, damit du in der Zukunft weise bist.

Bei aller Weisheit kommt es unserem Schöpfer am meisten auf unser Herz an. Dieses sollte voller Liebe, aber eben auch gerne weise sein:

Spr 23,15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so wird auch mein Herz sich freuen.

Denn ein weises Herz hat unmittelbar mit der Torah (dem Gesetz) Gottes zu tun:

Ps 19,8 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht weise den Einfältigen.
Jer 31,33 Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein.

2.Mose 3,5 heilig
hebr. “kodesch” vom Verb “kadasch”: heilig zu sein, bedeutet abgesondert zu sein, aber nicht im Sinne von “abgetrennt”. Wenn überhaupt “abgetrennt”, dann vielleicht von der Welt (obwohl wir noch in ihr sind: Joh 17,11), aber niemals abgesondert und abgetrennt von den Geschwistern.
Eine andere Übersetzung wäre “geweiht zu sein”, natürlich geweiht für unseren Vater und seinen Willen.

Heilig zu sein, hat also nicht zwingend etwas mit lupenrein und makellos zu tun, denn wir werden in unserem Herrn Jeschua (Jesus) als Heilige bezeichnet, obwohl wir noch in unserem unvollkommen Fleisch sind:

Kol 3,12 So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; 13 ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.

Dennoch kann heilig auch “vollkommen” bedeuten und Vollkommenheit sollen wir anstreben, weil er vollkommen und heilig ist (und nicht sagen: “Das kann keiner schaffen.”, denn Gottes Geist ist uns: 1Kor 3,16):

3Mo 20,26 Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, der HERR; und ich habe euch von den Völkern abgesondert, damit ihr mein seid.
1Petr 1,14 Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, 15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« 17 Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes Einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet.

2.Mose 3,15 Gedenken/Gedächtnis
Auch wenn das Verb “gedenken” [zakar] bereits vorher vorkommt, finden wir hier zum ersten Mal das Nomen und die sicherlich wichtigste Stelle zu diesem Wort:

2Mo 3,15 Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht.
Hos 12,6 Und der HERR, der Gott der Heerscharen – HERR ist sein Gedenkname.

Wir möchten hier inständig auf den Punkt hinweisen, dass überall, wo im Tanach (sog. Alte Testament) HERR steht, eigentlich der Eigenname Gottes steht (s. Glossar-Eintrag). Dieser Name ist also sein Name auf ewig: יהוהund kein anderer!

Ferner ist das “Gedenken” ein wichtiges Glaubensprinzip für uns. Wir können an dieser Stelle unmöglich alle Aspekte erfassen, werden aber zumindest auf ein paar ganz prägnante Stellen eingehen:

2Mo 2,24 Und Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob;

Wir lesen hier erst einmal, dass selbst der Allmächtige, der alles weiß und sicherlich keinerlei Erinnerungshilfen benötigt, auch an etwas gedenkt. Wie wichtig es ist, sich an gewisse Dinge zu erinnern und an sie zu gedenken, wird uns an unzähligen Stellen gezeigt. All diese Gedenken haben einen Zweck (nach dem Vers in Klammern beschrieben):

5Mo 5,15 Und erinnere dich daran [gleiche hebräische Wort “zakar”], dass du ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat; darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. (wöchentliche Erinnerungshilfe an unsere Befreiung aus der Welt der Lüge durch die Wahrheit seines Sohnes)

5Mo 7,18 fürchte dich nicht vor ihnen. Erinnere dich doch daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat (Hilfe vor Angst)

5Mo 8,2 Und du sollst dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, dich hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. (Gehorsam)

5Mo 8,18 Sondern du sollst dich daran erinnern, dass der HERR, dein Gott, es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen; damit er seinen Bund aufrechterhalte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es an diesem Tag ist. (Demut und seine Treue)

5Mo 9,7 Erinnere dich daran – vergiss es nicht –, wie du den HERRN, deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast! (Warnung vor wiederholten Fehlern)

usw. usf.

2.Mose 3,20 Wunder
Obwohl das Wort zuerst in 1Mo 18,14 auftaucht, wollen wir es hier zuerst aufführen, weil hier die meisten Bibeln es mit “Wunder” übersetzen. Diese Entscheidung ist an sich auch nicht verkehrt, wobei sich hinter dem hebräischen Wort a) ein Verb befindet und b) es viel mehr aussagt, als nur Wunder: es bedeutet nämlich so viel wie “schwer zu begreifen/verstehen/erfassen”, aber auch “trennen/unterscheiden” im Sinne von “auszeichnen”. All diese Verständnisse verbergen sich hinter einem Wunder, denn diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich von anderen Ereignissen unterscheiden; und sie sind meist schwer zu begreifen.
2.Mose 8,11 verstocken
hebr. “kabad” (nicht zu verwechseln mit “chazak” = verhärten, da beides v.a. im Zusammenhang mit dem Pharao in manchen Übersetzungen total durcheinander gebracht oder gar immer gleich übersetzt wird)

In dem Wort, das bei uns meist mit “verstocken” übersetzt wird, steckt das Wort Ehre drin, wie z.B. in 2Mo 20,12 “Ehre Vater und Mutter”. Wenn man sich bzw. sein Herz verstockt, ehrt man sich selbst. Und tut man das, dann hindert sozusagen der eigene Stolz einen daran, etwas zu sehen oder zu erkennen.

2.Mose 10,9 Fest des HERRN
Die Feste des Höchsten, die Feste JHWH’s sind seine Feste und somit unsere Feste und nicht, wie viele meinen, die Feste der Juden.

3Mo 23,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese: …

Die biblischen Feste sind Feste der Freude (das Wort “feiern” oder “im Kreis tanzen” ist darin enthalten). Der gesamte Heilsplan Gottes ist in ihnen “verwoben”. Ein viel zu umfangreiches Thema für einen Glossar.
Wer mehr dazu wissen möchte, kann gerne hier vorbeischauen…

2.Mose 12,3 Gemeinde
hebr. “eda”; nicht zu verwechseln mit “kahal”, was ab und an, je nach Übersetzung, ebenfalls falsch mit Gemeinde wiedergegeben wird; “kahal” hat eher den Charakter einer Versammlung, einer Schar und dergleichen; wohingegen “eda” einen Zeugnischarakter hat (vom hebr. “ed” = Zeugnis), in dem sich dort eine Menge von Menschen versammelt, im Speziellen Israel. Zur Veranschaulichung vielleicht ein Vers: 2Mo 12,6 Und ihr sollt es in Verwahrung haben bis zum vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung [hebr. “kahal”] der Gemeinde [hebr. “eda”] Israel soll es schlachten zwischen den zwei Abenden. In den Wörtern “Gemeinde Israel” steckt also der Zeugnischarakter und -auftrag Israels (für alle Nationen).
2.Mose 12,11 Passah
Es wird diskutiert: “vorübergehen” oder “überspringen”?

Wenn man einige Verse weiter liest, dürfte der Zusammenhang Aufschluss darüber geben, was das hebräische Wort “pesach” in diesem Zusammenhang bedeuten sollte:

2Mo 12,13 Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.

Das Wort für “vorübergehen” ist “pasach”, sozusagen das Verb vom “pesach”. Der Verderber (Bote des Höchsten) sah also das Blut und ging nicht in das jeweilige Haus hinein, um die Erstgeburt zu schlagen.

Was hinter dem Passah-Fest steckt, könnt ihr u.a. hier nachlesen…

2.Mose 13,13 lösen/erlösen/retten
2Mo 13,13 Und jedes Erstgeborene des Esels sollst du mit einem Lamm lösen, und wenn du es nicht löst, so brich ihm das Genick; und jedes Erstgeborene des Menschen unter deinen Söhnen sollst du lösen.

Warum?

2Mo 13,2 Heilige mir alles Erstgeborene, alles, was den Mutterschoß durchbricht unter den Kindern Israel, an Menschen und an Vieh; es ist mein.

Und dieses lösen (hebr. “padah”) bedeutet retten oder erlösen.

5Mo 7,8 sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen hat, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharaos, des Königs von Ägypten.

Der Allmächtige hat uns erlöst. Und er hat seinen Sohn als unseren Erlöser geschickt.

[Anmerkung: Auch das hebr. Wort “gaal” wird meist mit “Löser” übersetzt (s. 3Mo 25,25, Ruth 2,20, …); auch wenn es vom Vorgang her eine Parallele gibt, ist anhand der hebräischen Wörter kein Zusammenhang vorhanden.]
2.Mose 15,2 Jah
Kurzform des Eigennamen Gottes: יה

bestehend aus den ersten beiden Buchstaben des vollen Namens יהוה

Am ehesten bekannt aus dem Ausspruch Hallelu-Jah, der meist im Lobgesang auftaucht; so auch in der ersten Stelle in den Heiligen Schriften: Im Lobgesang Mose und Israels (2Mo 15,2)

2.Mose 15,24 murren
Ein interessantes Wort, da es uns bisher nur im Zusammenhang von “nächtigen, verweilen” und dergleichen begegnet ist (alle im 1. Buch Mose). Im 3. und 5. Buch taucht es auch nur in diesem Zusammenhang auf, wohingegen es im 2. und 4. Mose (den eher erzählerischen Büchern) bis auf ein Vorkommen uns immer als eine Art “murren” begegnet. Entweder murrten wir gegen Mose oder gegen den Höchsten selbst. Wir sagen bewusst “wir”, weil a) wir Israel sind und b) es sich bis heute nicht geändert hat. Sollten wir uns selbst hierin wiederfinden, sollten wir genau drauf achten, wie Gott mit uns umgeht, wenn wir diese “Eigenschaft” an den Tag bringen…
2.Mose 21,1 Rechte bzw. Rechtsbestimmungen (für Vorschriften, Gebote, Satzungen und Gesetze siehe 1Mo 26,5)
Auch wenn das Wort “mischpat” zuerst in 1Mo 18,19 vorkommt, haben wir uns entschieden es bei 2Mo 21,1 zuerst aufzuführen. Es passt einfach ideal zur Torah-Portion, da diese “Mischpatim”, also Rechte bzw. Rechtsbestimmungen heißt. Die Wurzel von “mischpat” ist “schaphat” und bedeutet “zu richten, entscheiden, regeln”.

In der Summe kann man sagen, dass in den ersten fünf Büchern bzgl. den Weisungen Gottes folgende Begriffe (nebst anderen) zentral sind:

Gesetz
Gebot
Vorschrift
Satzung
Rechte bzw. Rechtsbestimmungen

2.Mose 21,34 erstatten
Auch wenn das Wort zuerst in 1Mo 44,4 vorkommt und in diesem Zusammenhang mit”vergelten” übersetzt wird, ist die eigentliche Bedeutung in 2Mo 21,34 klarer, nämlich “erstatten” (hebr. “schalam”).

Mit diesem Wort ist – irgendwie logischerweise – das Wort für Frieden (hebr. “shalom”) verbunden; genauer: die Wurzel von “shalom” (Frieden) ist “shalam” (erstatten). Dies ist wieder eines von unzähligen Beispielen, wie logisch die hebräische Sprache im Vergleich zur deutschen (oder anderen) Sprachen ist: “erstatten” und “Frieden” haben im Deutschen keinerlei Verbindung, aber im Hebräischen eben schon.

2.Mose 25,8 Heiligtum (Wohnung/Zelt der Zusammenkunft)
Heiligtum, hebr. “miqdasch” (von der Wurzel “qodesch” = heilig); auch wenn das Wort zuerst in 2Mo 15,17 vorkommt, passt es bei 2Mo 25,8 besser, da hier der direkte Bezug da ist.

Ferner wird das “Heiligtum” auch

“Wohnung” (hebr. “mischkan”; 1. Vorkommen 2Mo 25,9) oder
“Zelt der Zusammenkunft” (ab und an auch Stiftshütte) oder “Zelt der bestimmten Zeit” (hebr. “ohel moed”; 1. Vorkommen 2Mo 27,21)

genannt.

Wenn man alle drei Bezeichnungen zusammennimmt, ergibt sich ein schönes Bild, denn der Grund warum JHWH uns, sein Volk Israel, aus Ägypten geführt hat, ist der, dass er seine abgesonderte (also heilige) Wohnung unter uns aufschlagen wollte, um immer (aber auch unter bestimmten Ordnungen zu bestimmten Zeiten) mit uns sein wollte:

2Mo 29,8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne. 46 Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin, ihr Gott, der ich sie aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um in ihrer Mitte zu wohnen; ich bin der HERR, ihr Gott.
3Mo 23,4 Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit

Dieses Vorhaben hat sich nicht geändert:

Offb 21,3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 

2.Mose 25,17 Sühnedeckel
(siehe 1Mo 32,21 Versöhnung)
2.Mose 29,13 Niere
“Auf Herz und Nieren prüfen”. Dieses Ausspruch kennen wir ja aus unserer deutschen Sprache. Woher kommt dieser?

Ps 7,10b Es prüft ja Herzen und Nieren der gerechte Gott.

Wofür das Herz steht, wissen wir, aber wofür stehen unsere Nieren? Was haben unsere Nieren für eine Aufgabe?

Aus Wikipedia:
Ausscheidung von Endprodukten des Stoffwechsels … von Gift­stoffen aus dem Körper … Ausbalancierung des Wasserhaushaltes.

Vereinfacht gesagt: Wir nehmen also etwas zu uns und unsere Nieren unterscheiden zwischen gut und schlecht. Gut ist, was aus dem Geist Gottes kommt, schlecht ist, was aus unserem Fleische kommt. Daher sollen wir Gesundes aufnehmen, gesund unterscheiden und so gesund leben – v.a. geistlich. Und dafür stehen sinnbildlich unsere Nieren, die wir stets “überprüfen” sollten, indem wir unsere eigenen Entscheidungen überprüfen, die aus unserem Herzen kommen und durch die Nieren geprüft werden sollen:

Jer 17,10 Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.

2.Mose 31,3 Weisheit
Erstes Vorkommen ist zwar in 2Mo 28,3, aber wir haben uns bewusst für diese zweite Stelle entschieden, weil hier explizit von der “Erfüllung mit dem Geist Gottes” die Rede ist (siehe hierzu Glossar-Tipp Geist Gottes).

Zur “Weisheit” möchten wir gar nicht viel sagen, sondern das Wort Gottes für sich sprechen lassen – denn kaum etwas ist so wichtig wie die Weisheit von oben zu haben:

5Mo 4,6 Und so haltet sie und tut sie! Denn das wird eure Weisheit und euer Verstand sein vor den Augen der Völker, die alle diese Satzungen hören und sagen werden: Diese große Nation ist ein wahrhaft weises und verständiges Volk.
5Mo 34,9a Und Josua, der Sohn Nuns, war erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt; …
Ps 111,10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht haben alle, die sie ausüben. Sein Lob besteht ewig.
Spr 1,1 Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, 2 die dazu dienen, dass man Weisheit und Unterweisung erkenne und verständige Reden verstehe, 3 dass man Unterweisung empfange, die einsichtig macht, Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit; 4 damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit. 5 Wer weise ist, der hört darauf und vermehrt seine Kenntnisse, und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an
Spr 16,16 Weisheit erwerben, wie viel besser ist es als feines Gold, und Verstand erwerben, wie viel vorzüglicher als Silber!
Spr 28,26 Wer auf sein Herz vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit wandelt, der wird entkommen.
Jes 11,2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN; (Prophezeiung auf unseren Herrn Jeschua)
1Kor 12,8 Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist;
aber eben auch:
1Kor 13,2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.

2.Mose 32,9 halsstarrig
Das ist unsere hervorstechendste Eigenschaft. Das ist die eine Beschreibung Israels. Das ist wie Gott sein auserwähltes Volk beschreibt – und zwar immer und immer wieder:

2Mo 33,5a Denn der HERR hatte zu Mose gesprochen: Sage den Kindern Israels: Ihr seid ein halsstarriges Volk! …
2Mo 34,9 und er sprach: O Herr, wenn ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so ziehe mein Herr in unserer Mitte, obwohl es ein halsstarriges Volk ist; und vergib uns unsere Schuld und Sünde, und nimm uns an als dein Eigentum!
5Mo 9,6 So sollst du nun erkennen, dass der HERR, dein Gott, dir dieses gute Land nicht um deiner Gerechtigkeit willen gibt, damit du es in Besitz nimmst; denn du bist ein halsstarriges Volk! … 13 Und der HERR sprach so zu mir: Ich habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk!

Auch wenn Wikipedia und Duden nicht unsere maßgebliche Quelle ist, beschreibt sie diese unsere herausragendste Eigenschaft wie folgt:
Bockigkeit, Dickköpfigkeit, Dickschädeligkeit, Starrsinn, Widerspenstigkeit;
[gegen bessere Einsicht] auf seinem Willen, seiner Meinung beharrend; starrköpfig

Wenn wir das nicht sind, dann wissen wir’s auch nicht!

Und die Lösung dieses Problems ist ganz einfach:

5Mo 10,16 So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr!

Und wie geschieht diese Beschneidung im Herzen und was bewirkt sie?

1Kor 7,19 19 Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist auch nichts, wohl aber Gottes Gebote halten.
5Mo 30,6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, damit du am Leben bleibst.
Hebr 8,10 sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

2.Mose 34,14 JHWH = Eiferer
(siehe 1Mo 26,14 Eifersucht, Neid, Eifer)
2.Mose 34,15 huren/nachhuren
Auch wenn die “Hure” bereits in 1Mo 34,31 auftaucht, wird hier zum ersten Mal die geistliche Bedeutung veranschaulicht: Götzendienst.

2Mo 34,12 Hüte dich, dass du nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes, wohin du kommen wirst, dass sie nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte; 13 sondern ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim ausrotten – 14 denn du sollst nicht einen anderen Gott anbeten; denn der HERR, dessen Name Eiferer ist, ist ein eifernder Gott –; 15 dass du nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes und, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, man dich einlade und du von ihrem Schlachtopfer essest 16 und du von ihren Töchtern für deine Söhne nehmest und ihre Töchter ihren Göttern nachhuren und machen, dass deine Söhne ihren Göttern nachhuren. 17 Gegossene Götter sollst du dir nicht machen.

Dieses Bild ist total einleuchtend, wenn man versteht, dass unser Schöpfer unser Eheherr ist:

Jer 3,14 Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der HERR, denn ich habe mich mit euch vermählt; und ich werde euch nehmen, einen aus einer Stadt und zwei aus einer Familie, und euch nach Zion bringen.

Wenden wir uns nun den Götzen zu, huren wir mit anderen “Göttern” herum und verlassen somit unseren für uns eifernden Eheherrn.