2Mo 10,1-13,16 – Endlich wieder zurück nach Hause

Das mit größte Ereignis in der Menschheitsgeschichte: Der Exodus Israels

Die heutige Portion beginnt damit, dass Gott Mose zum Pharao schickt. Schon wieder. Er soll diesem Trotzkopf sagen, dass er sein Volk ziehen lassen soll. Und tut der Pharao das schon wieder nicht, wird dieses Mal Folgendes passieren:

2. Mose 10,4 Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, sieh, dann werde ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen.

Aber den Pharao interessierte diese Warnung Gottes nicht die Bohne. Er blieb weiterhin stur und schickte Mose und Aaron einfach weg. Daraufhin sprach der Allmächtige zu Mose diese Worte:

2. Mose 10,12 … Strecke deine Hand über Ägypten aus! Dann werden Heuschrecken über das Land herfallen und alle Pflanzen kahl fressen …

… und die Heuschrecken kamen und fraßen alles kahl. Sie waren mittlerweile schon die achte Plage über Ägypten. Und die neunte folgte direkt danach:

2. Mose 10,21 Da sprach der ALLMÄCHTIGE zu Mose: »Strecke deine Hand zum Himmel aus. Dann wird eine Finsternis über Ägypten kommen, so dicht, dass man sie greifen kann.«

Aber auch diese Plage brachte den sturen und stolzen Pharao nicht zur Einsicht.

2. Mose 11,1 Und der ALLMÄCHTIGE sprach wieder zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und über Ägypten bringen, danach wird er euch mit alles und allen von hier wegziehen lassen.

… und diese letzte Plage war das angedrohte “gerechte Gericht Gottes” für die abscheulichen Taten der Pharaonen Ägyptens: einmal für das menschenunwürdige Versklaven der Kinder Gottes und einmal für das grausame Abschlachten der israelitischen erstgeborenen Babies. Und sollte der Pharao schon wieder stolz und stur bleiben und sich nicht von Gott warnen lassen, dann würden alle Erstgeborenen Ägyptens sterben.

Und was passierte? Der sture und trotzige Pharao ließ nicht locker. Als wären ihm die neun Plagen zuvor einfach nicht genug Warnung gewesen. Total uneinsichtig jagte er Mose und Aaron erneut weg. Und so geschah es dann auch, dass durch seine Entscheidung die zehnte und letzte Plage über Ägypten kam.

An dieser Stelle eine kleine Quiz-Frage an euch: Was musste Israel damals tun, damit ihre Erstgeborenen von der Plage verschont blieben? Wisst ihr, was das war? (Frage-Karte)

Antwort: Sie mussten ein Lamm nehmen und sein Blut an die Tür streichen. Das war das Zeichen dafür, dass die Plage an diesem Haus vorübergeht. Das Lamm selbst wurde dann gemeinschaftlich gegessen – und zwar zusammen mit ungesäuerten Broten und bitteren Kräutern. Aber all das war kein Festessen, sondern es war die letzte Stärkung vor dem Exodus: der Befreiung unseres Volkes aus der Sklaverei.

Deswegen mussten sie auch alle ihre Sachen bereits gepackt haben, denn – wenn der Ruf und Befehl Gottes kommen würde – musste jeder sofort die Gefangenschaft Ägyptens verlassen können. Und wenn es unter den Ägyptern welche gab, die mittlerweile nicht mehr an den Möchtegern-Gott und Pharao, sondern an den einzig wahren Gott glaubten, dann taten sie es in dieser Nacht ebenso.

Aber bei jedem, an dessen Tür kein Blut des Lammes gefunden wurde, zog die zehnte Plage nicht vorbei, sondern kam ins Haus. So starb die Erstgeburt. Auch beim Pharao.

Nach dieser Tragödie gab der Pharao auf und schickte noch in derselben Nacht Mose und alle Kinder Israels aus seinem Land weg.

Und so geschah es, dass nach all diesen Ereignissen unser Volk die Gefangenschaft verlassen konnte. Und das nicht als arme Sklaven, sondern mit viel Hab und Gut. Sie alle brachen gemeinsam auf und marschierten mit Freude und Gott lobend vor den Augen aller Ägypter Richtung Berg Horeb los, um dort Gottes ewige Gebote zu erhalten. Aber davon lesen wir erst in der übernächsten Portion.

Jetzt wollen wir uns erst einmal das Passah, und was wir an diesem Abend bzw. in der Nacht zu tun haben, genauer ansehen. Denn unser unveränderlicher Gott hat uns für dieses Passah unveränderliche und ewig gültige Gebote gegeben:

2. Mose 12,24-28 Und ihr sollt dieses Wort als eine Anordnung für dich und deine Kinder halten bis in Ewigkeit. … Und wenn eure Kinder euch einst fragen, was dieses Fest bedeutet; dann erklärt ihnen: ›Dies ist das Passahopfer, das wir dem ALLMÄCHTIGEN darbringen. Denn als er damals die Ägypter tötete, ging er an unseren Häusern vorüber und verschonte uns.‹« Da warfen sich die Israeliten nieder und beteten Gott an. Dann gingen sie nach Hause und bereiteten alles vor, wie der ALLMÄCHTIGE es ihnen durch Mose und Aaron befohlen hatte.

Und wie wir diese Vorbereitung auf das Passah heute – in der Gefangenschaft dieser Welt – machen können, möchten wir euch und euren Eltern ein wenig genauer zeigen.