1Mo 41,1-44,17 – Josefs Masterplan

Was kann man zusammenfassend zu dieser Portion sagen?

Erst einmal vorweg müssen wir eine Sache betonen: Gott mag es überhaupt nicht, wenn wir Böses mit Bösem vergelten (Gott mag nicht-Karte). Daher steht geschrieben:

1. Thessalonicher 5,15 Achtet darauf, dass niemand von euch Böses mit Bösem heimzahlt. Bemüht euch vielmehr stets, das Gute zu tun, im Umgang miteinander und mit allen Menschen.

Nun ist die Frage: Hat Josef im Umgang mit seinen Brüder das Gute getan oder Böses mit Bösem vergolten? Ganz genau wissen wir das zum Ende dieser Portion noch nicht. Denn sie endet tatsächlich an der spannendsten Stelle.

Aber was wir bisher schon mal sagen können, ist, dass Josef einen unfassbar weisen Plan hat. Denn er führt eine Situation herbei, die seiner eigenen Situation von vor über 20 Jahren sehr, sehr ähnlich ist. Was genau meinen wir damit?

Na ja, es ist doch so, dass schon wieder ein völlig Unschuldiger aus ihrer Familie als Sklave in Ägypten gelandet ist. Nur dieses Mal ist es eben nicht Josef, sondern ihr jüngster Bruder Benjamin. Und schon wieder tragen die zehn Brüder die Schuld daran. Zumindest glauben sie das, aber in Wahrheit wissen wir ja, dass das Josef alles so hingebogen hat.

Noch einmal in anderen Worten, weil es den Kern dieser Portion betrifft:
Josef hat es durch seinen weisen Plan geschafft, dass seine Brüder sich nach über 20 Jahren an ihre böse Tat erinnern mussten und nun eine zweite Chance bekamen. Wie werden sie sich dieses Mal entscheiden: Handeln sie erneut böse und lassen einen Bruder als Sklaven zurück oder handeln sie dieses Mal Gott wohlgefällig und setzen sich für den Bruder ein?

Die Antwort darauf, sehen wir dann in der nächsten Woche …