Andere Fragen, die immer wieder aufkommen
Hier wollen wir abschließend auf ein paar Fragen eingehen, die im Zusammenhang mit dem Kalender, aber unabhängig von den verschiedenen Methoden, immer wieder aufkommen:
- Woher wissen wir, dass der siebte Tag, der Sabbat, heute noch derselbe ist wie vor Jahrtausenden?
Bei der Beantwortung dieser Frage wird man früher oder später zu diesem einen entscheidenden Ereignis kommen: Die Umstellung vom julianischen Kalender zum heutigen gregorianischen Kalender. Und bei dieser Umstellung wurde der Wochentag nicht geändert. Das heißt, der Montag blieb der Montag, der Donnerstag, der Donnerstag und vor allem blieben die heiligen Versammlungstage der Juden und Christen dieselben. Nämlich genau das war der eine spezielle Grund, warum die Tage in ihrer Abfolge nicht geändert wurden. Genauer: Auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582, folgte ganz normal der Freitag, nur eben dann der 15. Oktober 1582. Die fortlaufende Zählung der Wochentage blieb also unverändert.
- “Wenn Gott uns doch jeweils ein fixes Datum für seine Feste gegeben hat, dann muss er uns doch auch zeigen, wie wir zu dem jeweiligen Datum kommen! Oder etwa nicht?!”
Der Gedanke ist völlig nachvollziehbar, dennoch steht eben keine genaue Anleitung zum Kalender geschrieben.
Dazu ein anschauliches Beispiel: Der Name unseres Gottes ist wichtig, dennoch ist auch er über die Jahrhunderte verlorengegangen. Jetzt spricht der eine den Namen so aus, der andere so.
Der auf den Punkt gebrachte Grund aber, warum der Name unseres Gottes als auch viele andere Dinge, wie eben auch der Kalender, verlorengegangen sind, ist nicht Gottes Schuld, sondern unsere. Wir haben den Bund gebrochen und ihn entweiht.
In einer Prophezeiung für die Endzeit heißt es:
Hes 39,7 Und ich werde meinen heiligen Namen offenbar machen unter meinem Volk Israel, und ich werde meinen heiligen Namen künftig nicht mehr entweihen lassen …
Wegen unseres Ungehorsams sind alle diese Dinge über uns gekommen. Aber durch seine Gnade kommen wir jetzt wieder zurück zu ihm und zu seiner Wahrheit. Jedoch solange alle diese Dinge nicht genau geoffenbart werden, dürfen wir uns bis dahin nicht in Details verlieren und dabei das große Ganze übersehen.
In diesem Zusammenhang sei daher gesagt:
Es ist schön, löblich und vorbildlich, wenn Geschwister ihren Eifer für Gott und seine Gebote so genau wie möglich ausleben wollen. Wenn es aber wie beim Kalender dazu kommt, dass manche den Tag höher achten als das Fest an sich, und sich daher nicht mit ihren Geschwistern versammeln, dann ist das ein Problem.
Damit ist gemeint, dass sich jeder, der dies tut, bewusst werden sollte, dass er am Ende mehr versucht, den Buchstaben (also den genauen Zeitpunkt) als das göttliche Gebot an sich (also die heilige Versammlung) zu halten. Sollte dies der Fall sein, sollte man diese Herangehensweise stark, sogar sehr stark überdenken.
- Ist ein im Voraus mit technischen Hilfsmitteln berechneter Kalender nicht per se falsch?
Ja und nein. Natürlich darf der Kalender nicht berechnet, sondern muss beobachtet werden. Basiert die Berechnung aber auf der Beobachtung der von Gott geschaffenen Himmelskörper, dann ist diese auch immer, also wirklich zu 100% immer im Einklang mit der Realität. In anderen Worten: Sollte Gott nicht wie bei Josua oder Hiskia eingreifen und die Bewegung der Himmelskörper ändern, ist die Berechnung immer korrekt und im Einklang mit der Schöpfung. Wirklich immer.
…
Natürlich gibt es noch weitere Punkte, die im Zusammenhang des Kalenders immer wieder auftauchen. Aber wie zu Beginn erwähnt, ging es hier erst einmal nur um eine Zusammenfassung, bei der man sich in einem einzigen Artikel einen groben Überblick zu diesem Thema verschaffen kann. Solltet ihr Anmerkungen und Fragen haben, schreibt uns einfach an.
Euch allen gesegnete Zeiten
V1.0
