Wie kämpfen wir?
Röm 13,1-7 Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind. So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.
Wichtige Anmerkung vorab:
Hier redet Paulus nicht – wie es manche auslegen – von Ordnungen innerhalb einer Gemeinschaft, die Gott eingesetzt hat, sondern er redet von Obrigkeiten, er redet von Herrschern, er redet von Steuern und Zöllen. Alles Dinge, die nichts mit einer Gemeinschaft zu tun haben.
Warum wir das explizit erwähnen:
Aus dem einfachen Grund, dass manche Geschwister von der zuvor erwähnten Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit und dazu eben noch meist von den sog. “Machenschaften der Elite” so stark emotional betroffen sind, dass Stellen wie diese – meist unbewusst – falsch ausgelegt werden.
Jedoch ist Paulus und, wie zuvor gelesen, Petrus sehr klar in ihren Worten und in ihren Ermahnungen. Egal wie gottlos die Welt auch sein mag, gilt für uns als Gläubige dennoch (dazu noch einmal die Petrus-Stelle in ihrem ganzen Kontext):
1Petr 2,11-14 Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.
Danach fährt er mit dem Grund fort, warum wir das alles tun sollen:
1Petr 2,15-17 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. Erweist jedermann Achtung, liebt die Bruderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König!
Falls sich an dieser Stelle jemand fragen sollte, wie denn durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen gebracht werden kann und wie man sich der menschlichen Ordnung (in dem Fall sogar der Babylons) unterordnet, der lese sich das Buch Daniel durch. Ein kleines Beispiel daraus:
Dan 6,4-5 Da sich nun dieser Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen. Da suchten die Minister und Satrapen eine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte; aber sie konnten keine Schuld oder irgendetwas Nachteiliges finden, weil er treu war und keine Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden konnte.
Die neidischen Minister wollten Daniel anklagen, aber sie konnten es nicht, weil Daniel nicht nur gehorsam gegenüber Gott war (obwohl sie das als Ungläubige natürlich überhaupt nicht interessierte!), sondern er war auch gehorsam gegenüber der Obrigkeit. Sie fanden bei ihm keine Schuld, noch irgendetwas Nachteiliges, noch irgendeine Nachlässigkeit, noch irgendein Vergehen.

Er war, wie es der heilige Text sagt (und das ist für unser Thema hier besonders wichtig!), treu gegenüber der menschlichen Ordnung Babylons!
Jetzt werden einige vielleicht unruhig und wenden ein:
“Aber widersetzte Daniel sich nicht dem Befehl des Königs, niemanden anders als nur den König von Babel selbst anzubeten?!”
Natürlich widersetzte er sich diesem Befehl. So wie es hoffentlich jeder von uns an seiner Stelle tun würde. Denn wir haben ein Gebot, dass wir nur den allein wahren Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, anbeten dürfen und keinen Menschen. Daniel ist also auch hier absolut vorbildhaft gewesen. Denn er war treu, ohne Schuld und ohne irgendein Vergehen gegenüber Gott und auch treu, ohne Schuld und ohne irgendein Vergehen gegenüber der menschlichen Ordnung Babylons. Aber eben nur so lange, wie das eine nicht mit dem anderen in Konflikt stand.
In anderen Worten: Daniel gehorchte dem babylonischen Staat, solange er in allem Gott gehorchen konnte. Oder allgemein formuliert:
Gottes Gebote sind natürlich wichtiger als menschliche Gebote.
Solange man den menschlichen folgen kann,
ohne die göttlichen zu brechen,
sollen wir ihnen gehorchen!
Eben ganz genau so wie es ein Daniel uns vorlebte. Und eben ganz genau so, wie es Paulus und Petrus gelehrt haben:

Die bestehenden Obrigkeiten sind von Gott eingesetzt …
Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter …
DENN DAS IST DER WILLE GOTTES!
