Der gläubige Staatsfeind

Warum macht unser Gott das so? Warum setzt er gottlose Herrscher ein?

Erst einmal, weil er es für richtig hält. Ob uns das nun gefällt oder nicht. Es ist so. Er kann tun und lassen, was er will. Denn … 

Röm 9,20-21 Wer bist du denn, o Mensch, dass du mit Gott rechten willst? Wird etwa das Geformte zu dem, der es geformt hat, sagen: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen?

Dennoch ist es so, dass unser Schöpfer uns viele der Gründe für seine Handlungen und Entscheidungen erkennen und verstehen lässt. Die wichtigsten für unser Thema hier sind, dass die Herrscher der Welt zum einen dafür da sind,

  • wovon Petrus und Paulus geschrieben haben (also um in diesem Chaos noch halbwegs für Ordnung zu sorgen),
  • zum anderen, weil sie eine Form des Gerichts für das jeweilige Volk sind
  • und sie sind auch deshalb da, weil unser himmlischer Vater nicht will, dass seine Kinder sich hier in der Welt wohlfühlen!

Dieses Muster kann man übrigens auch bei der sog. Endzeit erkennen. Denn auch sie wird zum einen wegen der Welt und zum anderen wegen uns kommen. 

1Petr 4,17 Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?

Beide Punkte (also das heutige Geschehen und das bevorstehende Gericht) sollen also etwas ganz Bestimmtes bei uns bewirken:
Die Gottlosigkeit der Welt soll dazu führen, dass wir zu unserem Gott schreien, damit er uns aus dieser Welt der Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit und Sklaverei befreit. Das Ganze dient aber nicht dazu, dass wir uns ständig aufregen oder gar zu System-Rebellen werden! Wie zuvor gesagt:

blankSolange die Gesetze der menschlichen Obrigkeitenuns nicht dazu zwingen, göttliche Gebote zu brechen, sollen wir ihnen gehorchen! Denn: Die bestehenden Obrigkeiten sind von Gott eingesetzt … Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter … denn das ist der Wille Gottes! 

Im Grunde muss am Ende genau das passieren, was bei unseren Vorfahren vor dem ersten Exodus passiert ist: Der Druck durch das “System” (in dem Fall der Ägyptens) musste so groß werden, dass das Volk begann, zu Gott zu schreien.
Und damit das auch bei uns geschieht, braucht es eben die göttliche Einsetzung von Menschen, die nichts anderes sind als die liebevolle Züchtigung unseres himmlischen Papas (inklusive ein paar “Backpfeifen”), damit wir endlich aufwachen und uns hier in dieser gottlosen Welt nicht wohlfühlen! 

Oder anders: Wir sollen zu ihm schreien, damit das, was er vor über 2.000 Jahren prophezeit hat, endlich geschieht:

Jes 2,2-4 Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest gegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, sodass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen.

Erst wenn das geschieht, wird es Gerechtigkeit und Frieden geben. Vorher nicht. Bis dahin heißt es daher nicht jammern, meckern oder gar gegen die Obrigkeiten rebellieren, sondern Gott vertrauen, dass er ganz genau weiß, was er macht. Denn … 

Er ist der Herr der Zeit und bestimmt, was wann geschieht; er setzt Könige ab und König ein … 

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