Die Mischung aus Zorn und Eifer
Diejenigen, die sich mit dem Thema schon seit Längerem beschäftigen und den Unterschied zwischen den beiden kennen und sich auch in ihrem Alltag selbst immer wieder aufs Neue geprüft haben, werden zur Erkenntnis gekommen sein, dass …
- sehr häufig entweder nur der Zorn des Menschen oder eine Mischung aus Zorn und Eifer vorliegt,
- bei dieser Mischung der Anteil des Zorns meist größer ist als der des Eifers und
- ganz wichtig und ganz grundsätzlich: Wir alle ein Problem damit haben, unsere Emotionen zu beherrschen. Vor allem bei unserem genervt und zornig sein.
Diese drei Punkte zusammen wird derjenige am meisten bemerkt haben, wenn es darum ging, anderen Menschen helfen zu wollen.
Das Paradebeispiel hierzu ist die zuvor erwähnte Debatte rund um biblische Themen; denn auch da, will man ja helfen. Man will seinem Gegenüber helfen, die Heilige Schrift besser zu verstehen. Die Frage dabei ist aber, “wie” man das macht. Wie hilft am besten? Im Zorn? Sicher nicht.
Genauso kann es auch bei Situationen innerhalb der Gemeinschaft oder in der Ehe sein: Man will seinem Nächsten bei was auch immer helfen (also nicht nur bei biblischen Fragen). Dann wäre auch hier die Frage aber dieselbe: Wie machen wir das? Das heißt: Wir wollen helfen, ja, aber was schwingt dabei in unseren Herzen mit? Ein wenig “genervt sein”? Ein wenig Zorn?
Falls ja, oder falls eben eine Mischung aus Eifer, Zorn und “helfen wollen” vorliegt, wird da unsere Hilfe ankommen? Oder allgemeiner und zielführender gefragt: Wenn unser Bestreben die Hilfe für unseren Nächsten ist, müssen wir uns zwingend die Frage stellen:

“Wie” helfe ich am besten?
“Wie” kommt das, was ich sage, am ehesten an?
Diese Frage bringt uns zu den letzten beiden Blöcken und zum eigentlichen Fokus dieses Artikels …
