Warum fällt uns das allen nur so schwer?

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Schalom liebe Geschwister,

wir sind beim zehnten und vorerst letzten Teil der Reihe angekommen.

Eigentlich hatten wir vor, hier eine Art Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus der gesamten Serie aufzulisten und der Text war eigentlich auch schon fertig, aber am Ende haben wir uns dann doch dagegen entschieden. Stattdessen wollen wir uns in diesem letzten Teil einen, nennen wir ihn, “Goliath” in unser aller Leben ansehen.

Dieser Goliath vereint viele Punkte aus der gesamten Serie miteinander. Jeder kennt ihn und jeder von uns hat schon unzählige Male gegen ihn gekämpft. Wenn man seine Schwachstelle nicht kennt, ist er schier unbesiegbar. Wenn man sie aber kennt, ist es ein Leichtes, ihn jedes Mal zu Fall zu bringen. Dieser Riese kommt in allen Bereichen unseres Lebens vor – insbesondere in Gemeinschaften. Er verursacht Unruhe, Unordnung, Unfrieden, unschöne Situationen, Stress, Stillstand, Gerede, Genervtsein und vieles andere mehr. 

blankEs geht um unseren “Kampf”:
Unsere Schwächen, Fehler und Baustellen
nicht einfach so zugeben zu können! 

Diese Baustelle, die bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger groß ist, führt in allen zwischenmenschlichen Beziehungen (so natürlich auch innerhalb einer Gemeinschaft!) zu Problemen. Teilweise zu sehr großen und anhaltenden Problemen, die – wenn man nichts dagegen macht – mit der Zeit nur noch größer werden.

Und das Schlimme dabei ist, dass Fehler, Schwächen und Schuld zuzugeben das Selbstverständlichste für uns als Gläubige sein sollte. Warum?

Weil die Grundlage des Evangeliums das Zugeben der eigenen Schuld ist:
“Ich war schwach und habe Fehler gemacht. Große. Ich habe gegen Mensch und Gott gesündigt. Bitte vergib mir!”

Erstaunlicherweise fällt einem dieses große Schuldeingeständnis nicht ganz so schwer. Aber wehe, wir müssen zugeben, dass wir etwas vergessen haben, etwas unbedacht gesagt haben, einen kleinen Fehler gemacht haben oder dergleichen. Obwohl all das im Vergleich zu dem Zugeben unserer Sünden absolut lächerlich ist, fällt es uns paradoxerweise um ein Vielfaches schwerer.

Warum ist das so?

Das und viele andere Punkte, die mit diesem vermeintlich “kleinen”, aber in Wirklichkeit Riesenthema in Zusammenhang stehen, wollen wir uns jetzt etwas genauer ansehen.