Gefahren im Glauben – Neu im Glauben, die ersten Gefahren (Einleitung)

12. “Passt mir nicht, dann geh ich!”

Hebr 10,25 Wir wollen die Versammlung der Gemeinde nicht verlassen, wie es bei einigen üblich geworden ist. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.

Nehmen wir an, dass man sich die letzten beiden Punkte zu Herzen genommen hat und sich bei Gott nach einer Gemeinschaft mit einer von ihm eingesetzten Ordnung ausgestreckt hat. Und da Gott die aufrichtigen Gebete, die seinem Willen entsprechen, immer erhört, ist man nun in einer solchen Gemeinschaft. Aber damit sind dann nicht “schwupps” alle Probleme gelöst, sondern es können neue entstehen, wie z.B., dass einem das eine oder andere nicht ganz zusagt.

Beispiele hierfür können sein, dass man Gebote ein wenig anders versteht, sich nicht gern ermahnen lässt, es vermeintlich lieblos findet, die Ordnung nicht akzeptiert usw. usf. Natürlich kann es hin und wieder vorkommen, dass es wirklich wahre Gründe für eine Trennung gibt, aber meistens ist es eher so, dass man die 99%, in denen man eins ist übersieht und sich voll und ganz auf die 1% fokussiert, bei denen man uneins ist.

Es geht manchmal sogar so weit, dass Geschwister durch Zeichen und Wunder zu einer Gemeinschaft stoßen, hin und weg von der Einheit sind, aber sobald es dann Probleme gibt, all das vergessen. Das trügerische Herz (zu dem wir noch kommen werden) kann zig Gründe finden, warum eine Trennung vermeintlich Sinn ergibt oder im Willen Gottes ist.

Auch dieses Thema ist natürlich sehr, sehr komplex und lässt sich unmöglich in ein paar Minuten behandeln.

Was man aber sagen kann, ist folgender Tipp:
Jede zwischenmenschliche Beziehung geht durch Berg- und Talfahrten. Springe nicht sofort ab, wenn du mal im Tal bist. Im Gegenteil: Rede mit deinen Geschwistern offen und ehrlich über das, was dir auf dem Herzen liegt oder dich stört. Prüfe auch hier die Motive deines Herzens anhand von Gal 5,19-21 und Vers 22. Setze dich für die Gemeinschaft ein und ringe darum, die Einheit aufrechtzuerhalten – in guten wie in schlechten Zeiten. Wisse dabei, dass das unseren himmlischer Vater erfreut.

Eph 4,1-3 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.